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Furtwängler, Adolf   [Hrsg.]
Aegina: Das Heiligtum der Aphaia (Text) — München, 1906

Seite: 69
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ZWEITER ABSCHNITT

DIE MIT DEM TEMPEL GLEICHZEITIG

ODER SPÄTER ENTSTANDENEN

BAUTEN

i. DER ALTAR

Östlich vor dem Tempel liegt am Rand des Plateaus der Überrest des grossen
Brandopferaltars. Die Entfernung- bis zur Stylobatstufe beträgt 22,5 m. Zwischen Altar
und Tempel dehnte sich ein breiter Platz aus, der durch den gepflasterten Weg und die
Rampe mit dem Tempeleingang verbunden war (Tafel 2 und 60, 1). Die Unterschichte
der Rampe und des Weges Hegt wie die Ausgleichschichte der Ostfront direkt auf dem
Felsboden; dieser ist grob lagerhaft zugerichtet. Da wo beiderseitig ungleichartige Unter-
lagen unter dem Pflaster hervortreten, fällt der natürliche Boden mehr und mehr; die
Platten ruhen auf der südlichen Seite schon ganz auf einer Aufschüttung. Die Rampe
legt sich über die durchlaufenden Stufen der Ostfront; ihr oberstes Ende ist abgeplattet
und trug wahrscheinlich noch eine kleine Zwischenstufe, welche den Aufstieg auf den
Stylobat erleichterte. Das Steiglingsverhältnis der Rampe ist 1 :6. Der gepflasterte Weg
setzt in der Höhe der Unterstufe am Tempel an; in einem Abstand von 4,80 m hat die
Rampe den Höhenunterschied vermittelt; von da an bilden zehn (1—X) ungleiche Platten-
reihen den Weg; bei der siebenten beginnen die ungleichartigen Verbreiterungen. Auf der
südlichen Seite tritt ein Stein mit erhöhtem Rand («) etwas weiter vor als zwei weitere
Stücke; er ist unter der Plattenreihe VII stärker als am vortretenden Ende. Die Bear-
beitung der Flächen ist rauh, nicht für Ansicht berechnet; das Material weicher Porös.

Auf der nördlichen (linken) Seite treten unter der VIT. Reihe ähnliche Platten vor;
der westliche Rand liegt mit dem der anderen Seite in einer Flucht. Die Gruppierung
ist sonst anders als drüben; beide Teile lassen sich nicht zu einem organischen selbst-
ständigen Gebilde vereinigen, gehören also auch nicht einer früheren Periode an, sondern
sind gleichzeitig mit dem Bau des Pflasterweges als Unterlagen geschaffen. Auf dem
Stein X ist ein tiefes Stemmloch (?), am Rand vielleicht eine Spur einer X Klammer; doch
ist diese sehr undeutlich und eine Verbauung älterer Blöcke daher unsicher; das Material
durchweg sehr weich. Ähnlich dem bereits erwähnten Rand a ist auch auf der linken
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