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Furtwängler, Adolf   [Hrsg.]
Aegina: Das Heiligtum der Aphaia (Text) — München, 1906

Seite: 175
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FÜNFTER ABSCHNITT
DIE MARMORSKULPTUREN

I. DER SKULPTURENSCHMUCK DES JÜNGEREN TEMPELS

Der Tempel war aufs reichste mit Bildwerk geschmückt. Und wie der Bau ganz
aus einem Gusse ist, so ist auch der Skulpturenschmuck in einem Zuge mit dem Baue
zusammen hergestellt worden. Die Marmorziegel, die Marmorsima und die Marmor-
akroterien des Daches sind offenbar zusammen gleichzeitig mit den beiden marmornen
Giebelgruppen gearbeitet worden. Als Material für diesen ganzen Schmuck diente eine
und dieselbe vorzügliche Qualität des Marmors von Paros.

Von Metopen ist nicht die geringste Spur gefunden worden; bei dem sonstigen
Erhaltungszustand der Ruine wird man zu der Annahme genötigt, dass sie aus vergäng-
lichem Materiale, wahrscheinlich Holz, bestanden (vgl. oben S. 29 und Sitzgsber. d, Bayer,
Akad. /poi, S. 365). Vielleicht waren die Holztafeln einst auf weiss stuckiertem Grunde
mit Figuren bemalt. Dieser einstige vermutliche Schmuck des Tempels ist für immer verloren.

Um so besser erhalten sind die marmornen Giebelgruppen und Akroterien, zu
denen wir uns nun wenden.
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