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Gerhard, Eduard
Auserlesene Griechische Vasenbilder, hauptsächlich Etruskischen Fundorts (Band 2): Heroenbilder — Berlin, 1843

Seite: 24
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TAFEL LXXXVI. LXXXVI1.

unsrem Bilde erkannten. Zu jener ersten Erklärung mag die abgebrocline
Gestalt des ruhenden Felsstücks Anlafs gegeben haben, die aber auch
andremal mit ähnlicher Raumersparnifs sich findet (22). Eben so wenig
darf es befremden, bei Vergleichung der vorigen Tafel den Sisyphos ein-
mal als büfsenden König, das andremal als gewandten Heros vorzufindeu;
der Gegensatz zum Prometheus, der jener obigen Auffassung zu Grunde
liegt, ist auf unsrem Gefäfs und den ähnlichen Amphoren durch kein
ähnliches Gegenbild aufgewogen (23).

ken, wo dessen Felsbrechung erscheint (Ebd. Taf.
VI. Oben Taf. XI, 3. Impronte d. Inst. III, 3).

(s*j So ein Vasenbild des Herakles am Brunnen:
unten Taf. CXXIX

(23) Irren wir nicht, so ist das Gegenbild die-
ses jetzt nach München versetzten Gefäfses eine
blofseWiederholung des Hauptbilds; die Kehrseite
des Berliner Gefäfses ist bacchisch.

Tafel LXXXVHI. LXXX1X.

PERSEUS.

Taf. LXXXVHI. Perseus; archaische Amphora der Candelorischeu Samm-
lung, jetzt in München. — Taf. LXXXIX, 1.2. Perseus; nolanische Am-
phora, im römischen Kunsfhaudel gezeichnet. — 3. 4. Perseus; etruskischer
Stamnos mit röthlichen Figuren, vormals den Herren Campanari gehörig.

Wir wenden uns zu mehreren Vasenbildern, welche dem auf alten
Kunstwerken nicht selten gefeierten (]) Mythos Perseus’ des Gorgo-
uenbesiegers gelten. Das erste derselben, einer archaischen Amphora der
Candelorischen Sammlung entnommen, führt in üblichster Weise (2) zuerst

(J) Den von Müller (TIandb. 414, 3) naeh-
gewiesenen Perseusdenkmalen ist hauptsächlich eine
feine archaische Vase im Museo Gregoriano hin—
zuzufügen, die W. Abeken im Archäolog. Intelli-
genzblatt (1837 S. 72) beschrieben hat.

(2) Wie auf der selinuntischen Metope (Mül-
ler Denkm. I, 24) und auf einer archaischen Schale
des Berliner Museums (Trinkschalen Taf. II. III).
Vgl. Rapp. volc. not. 419.
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