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Gerhard, Eduard
Auserlesene Griechische Vasenbilder, hauptsächlich Etruskischen Fundorts (Band 2): Heroenbilder — Berlin, 1843

Seite: 32
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Tafel XClil — CXLVI.

HERAKLESBILDER.

Wie argivische und thebanische Mythen in Zeus und Alkinenens Sohn,
dem Zu Theben geborenen Enkel des Perseus, ihre Verknüpfung finden, so
bildet der Mythenkreis des Herakles einen Mittelpunkt für die verschieden-
sten Richtungen griechischer Volkstümlichkeit. Stammsagen jeglicher
Art und Abkunft haben an jenen gröfsten Helden Griechenlands sich ge-
knüpft, der Jugend ward er zum vielseitigen Vorbild aufgestellt, Poesie
und Sophistik haben ihn verherrlicht, und nicht weniger hat die Kunst um
seine Darstellung sich bemüht. Mannigfache Bilder herkulischer Helden-
kraft f1) sind aus römischer Zeit uns geläufig, altgriechische von Athens
und Olympia’s Tempeln uns übrig geblieben; zur reichsten Bilderschau
aber fordern die Vasen uns auf. Seit die Fundgruben Etruriens sich ge-
öffnet haben, ist dies in einem Mafse geschehen, welches auch oberfläch-
liche Alterthumsfreunde zur Zusammenstellung einer Heraklee aus Vasen
bestimmte (2), und ein beträchtlicher Reichthum noch unbekannten ähnlichen
Stoffes verpflichtet uns, demselben Gegenstand einen umfassenden Theil
dieses Werks einzuräumen.

Zu solchem Behuf ist über ein halbes Hundert nachfolgender Blätter
lediglich einer Auswahl allgriechischer Heraklesbilder bestimmt. Theils
die allbekannten zwölf Thaten, theils andere minder bekannte, endlich noch
andere, die zur Verklärung des Helden gehören, werden wir hienächst
einzeln betrachten, zuvörderst jedoch die Gesichtspunkte ihrer Beurtheilung
uns näher rücken.

Diese gelten bald der nationalen Abkunft, bald der für griechische

(*) Zoega Bassiril. JI. p. 43 ff. Müller Handb. (*) Eine solche Arbeit soll in Paris ron Hin.

410- Panckouke erschienen sein.
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