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Gerhard, Eduard
Auserlesene Griechische Vasenbilder, hauptsächlich Etruskischen Fundorts (Band 2): Heroenbilder — Berlin, 1843

Seite: 177
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GEHEIMDIENST DES HERAKLES.

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zeit ertönen lassen. In solchem Zusammenhang darf es endlich auch nicht
befremden einem Hauptbild, in welchem Athene mitwirkt, das Nebenbild
eines frivolen bacchischen Tanzes beigeordnet zu sehn; es ist das Gefolge
des Dionysos, welcher sonst und im gegenwärtigen Falle für einen Mitt-
ler der Ehen galtf66).

(*•) Dionysos als Vermählungsgott: Gerhard Bildw. Taf. LVIIT. Berlins Bildw. Vasen no. 1016. -

TADEL CXLIII. CXLIV.

DES HERAKLES SIEGESLOHN.

Tafel CXLIII. Herakles vor Zeus; tyrrhenische Amphora mit röthli-
chen Figuren, vormals der Pizzati’schen Sammlung zu Florenz gehörig. —
Von dem dunkeln Gebiet herakleischen Mysterienwesens, dessen Darstel-
lung meist den archaischen Vasen verblieb, wenden wir uns zu zwei
Gefäfsen der schönsten Technik, auf denen Herakles am Ziel seiner Lauf-
bahn dargestellt ist. Auf dem ersten derselben erscheint uns, an beiden
Seiten fast ohne Unterschied wiederholt, Herakles bereits im Hause des
Zeus. Der Göttervater, den Donnerkeil in der Rechten, das Scepter in
seiner Linken haltend, übrigens bekleidet und mit einem Kranz wie von
bacchischen Efeubeeren geschmückt, steht im Hintergrund, während sein
glorreich geprüfter Sohn, mit den Zeichen seiner irdischen Mühsal, Fell,
Keule und Bogen, noch ausgerüstet, die Stirn mit einem Bande geschmückt,
an den olympischen Pforten steht, deren Andeutung durch eine dorische
Säule gegeben ist. Über diese Säule hinüber reicht Nike die Siegesgöttin,
geflügelt und mit einer Haube bedeckt, dem neuen Ankömmling im Haus

Gerhard Vasenbilder. II.
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