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Gerhard, Eduard
Auserlesene Griechische Vasenbilder, hauptsächlich Etruskischen Fundorts (Band 2): Heroenbilder — Berlin, 1843

Seite: 180
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TAFEL CXLV-CXLVH.

Allerdings kann Athene zweifelhaft sein, welcher Lohn dem Herakles ge-
bühre, und manche Lösungen dieses Zweifels standen ihr wie dem bildenden
Künstler offen. Eine dieser Lösungen ist die Voraussetzung einer Ehe,
und es wäre sehr möglich, dafs Atheuens seltsam ausgedrücktes Bedenken
ihrem persönlichen Verhältnifs zu Herakles gelten sollte. Diesem schon
mehrfach erwähnten Verhältnifs noch weiter nachzugehn, berühren wir
nur obenhin die drei palästrischen Mantelfiguren des Gegenbilds und wen-
den uns zu den nächstfolgenden Darstellungen.

A


TAFEL CXLV — CXLVH.

HERAKLES’ UND ATHENEMS
VERMÄHLUNG.

J. afel CXLV. Herakles Athenen verfolgend ; Stamnos mit rötblichen
Figuren, im Museo Gregoriano zu Rom befindlich. — Dieses merkwürdige
Gefäfs verdient unsre Aufmerksamkeit zuvörderst wegen der bereits im
Alterthum ihm aufgedrungenen Ergänzung; plump eingeheftet, wie alle alte
Vasenergänzung es mit sich bringt f1}, ist das rundliche Stück eines andern
Gefäfses oder vielmehr einer Schale mit der darauf abgebildeten sehr feinen
Darstellung gelagerter Zecher (2). Noch merkwürdiger aber ist, der durch
jenes Fragment verdeckten Beschädigung ungeachtet, die Darstellung eines
Herakles, der eine Frauengestalt verfolgt. Der Held hat die Löwenhaut

(*) Wie an der Exekiasscbale (I, 49) und sonst (*) Ähnliches findet auch sonst sich vor: Rapp,

zu bemerken. volc. not. 516. Reserve etrusqne 44. (Amphora

r. Fig.)
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