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Gerhard, Eduard
Auserlesene Griechische Vasenbilder, hauptsächlich Etruskischen Fundorts (Band 2): Heroenbilder — Berlin, 1843

Seite: 184
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TAFEL CXLVI1I—CL.

Scepter und Kalathos ausgezeichnet. Wenn es denkbar wäre, dafs die
Gemahlin des Zeus sich bis zu den Mächten des Meeres begeben hätte
um über den Ruhm des Herakles zu klagen, so wird man dem bildlichen
Zusammenhänge gemäfs diese Figur am liebsten auf Here deuten, wäh-
rend sie andernfalls, unsres Erachtens wahrscheinlicher, auch für Perse-
phone, des Dionysos Gemahlin, sich halten läfst, neben welchem sie steht.

TAFEL CXLVIH — CL.

VEßMISC II T E S.

Tafel CXLVIH. Die Lernaische Schlange; Stamnos mit röthlichen
Figuren in der Casuccini’schen Sammlung zu Chiusi. —- Als Nachtrag zu
unsrer obigen Reihe herakleischer Thaten (1) folgt auf dem gegenwärtigen
Blatt eine vorzüglich reiche, lebendige und wohlgezeichnete Darstellung der
leruäischen Hydra (2). Das Ungethüm, hier als zwölfköpfige (3) Schlange
gebildet und mit besonderer Sauberkeit ausgeführt, nimmt die Mitte des
Bildes ein. Herakles, mit Chiton und breit gegürtetem Löwenfell bedeckt,
hat die Keule zu Boden geworfen und hält die Sichel, die in ähnlichen
Vorstellungen hie und da ihm gegeben wird (4), um einen nach dem
andern der Köpfe zu vernichten. Während aus künstlich verschlungenen
Windungen der gröfste Theil dieser Köpfe nach ihm züngelt, um Hand
und Körper und Angesicht ihm zu verletzen, schickt der Held ruhig sich (*)

(*) Hydra: oben Taf. XCV. XCVI. S. 42 ff. (’) Wie bereits aus einer Candelori’schen Hy-

(l) Oben erwähnt: S. 34. Anm. 7. S. 43. dria oben (S. 43. Anm. 17d. 20) angeführt ward.
Anm. 17. (4) Oben S. 44. Anm. 23.
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