Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses (ab 1919 Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien)
1.1883
Seite: 28
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Ernst Ritter von Bergmann.

leben gemacht die Leute durch die Dinge 14) in meinem Hause, indem ich verschaffte den Unterhalt den
Kraftlosen (wörtlich: den ohne Arme); ich reichte meine Arme den gebrochenen Armes, um ihnen zu
bewirken ihre (seine) Nahrung zum Leben. (Meine) zahlreichen Tugenden strahlen unter Millionen, da
ich gab 1 5) den Ueberfluss den Elenden. Werden doch alle Vornehmen begraben (eig. «verborgen») trotz
ihrer Belohnungen (d. h. trotz ihrer irdischen Auszeichnungen und Güter)! Silber (ärqur) verbreitete sich
unter die Leute durch das Ausstrecken meiner Arme gegen die Grossen wie die Geringen. Nicht sprach
ich 16) Verbotenes zu einer Person, da ich zurechtwies die Unwissenden, zu verrichten die Dinge für ihre
Familie und zu gewinnen den Lebensunterhalt für ihre Häuser, indem ich sorgte für die Arbeitsleute wie
für Freunde, wie sich 17) erbarmet ein Vater für seine Nachkommenschaft. Jeglicher kam in Ueberfluss
durch meine Sache. Sein Antheil war für den Gott an Silber an seinem Tage, an Gold zu seiner Zeit, alle Dinge
nach ihrer Periode. Es hat mich belohnt der grosse Gott wegen des Werkes meiner Hände; 18) er gab
mir Schenkungen für mein Thun; er zeichnete aus meinen Namen in Pi-mer, der guten Grabstätte (seta-t),
welche ich liebe. Er gab mir Kinder; da ich alt geworden, 19) folgen sie mir in meinem Dienste, geformt
nach meiner Gestalt, gebildet nach meiner Figur. Ein Verständiger bin ich, kein Thörichter der Rede,
denn ich bringe hervor die Worte gemäss meinen Dingen. Ich besorgte die Verrichtungen im Dienste
des Gottes; 20) ich ehrte jene, welche in dem Lande verborgenen Wesens (Unterwelt), die Seligen, vereint
mit Sokar. Alles dies ist wahr (metu neb pn); nicht gab es Furcht ob Falschheit, noch sprach ich mit

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1 Hier scheint der Wiener Text fehlerhaft und die richtige Lesung zu sein: tiautiu dqeru setem-9-en fet-ä
in meiner ersten Arbeit las ich in Ermangelung des Parallel-Textes tiautiu dqeru me& (für meter) n tet-ä
kommenen Unterirdischen bezeugen meine Rede», aber die Form me# ist sonst nicht nachweisbar und es müsste
grammatikalisch richtig: medsen heissen.

2 Die folgenden Zeilen 14—21 fehlen im Bulaqer Texte.

3 hinä entspricht hier ganz dem arabischen k^, in der Bedeutung von «trotz».

4 Vgl. (TJ V\ M+^Jr I Sharpe, Inscr. II. 38; fTJ VS. MfS I (Maspero, Du genre epistolaire, p. 79) und

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(Maspero im Rec. de travaux etc., II. 116). Davon die erweiterte Form JtVvfl [TJ Vs. a StSÜ (Denkm., III. 242 d) und
„ . Jy* Jfi&W I I I

Varianten.

5 S. Brugsch, Wörterb., V. 661.
<> S. Rougg, Inscr. d'Edfou, pl. 154.

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