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Römische Medaillons.
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3i. Tafel VI, Fig. 3i.
DIVA FAV STINA Büste von links mit dem Schleier, um den Nacken Mantelfalten.
Rev. Ohne Aufschrift. Isis auf einem springenden Hunde (von rechts), welcher den Kopf gegen sie
umwendet; sie selbst blickt in die Richtung, nach der sich das Thier bewegt, und hält in der erhobenen
Rechten das Sistrum, in der Linken das Scepter.
Perlenrand auf beiden Seiten. Röthliche Bronze; 28 Mm. (Grösse von As und Dupondien), 2 Mm.
dick, 14/64 Gr.
Aus der Sammlung Tiepolo. Musei Theupoli, antiqua numismata, I, p. 507.
Cohen, II, 451, 273, unter den Stücken, welche auf der Rückseite S • G allein, ohne andere Aufschrift
, haben. Dies ist unrichtig und beruht auf einem Versehen in der Synopsis von Arneth (p. ioi,nr. 62).
Die Buchstaben S • C finden sich nicht auf dem vorliegenden Stücke; auch Eckhel, der letzteres noch aus
der Sammlung Tiepolo aufnahm (D. N. V., VII, p. 41), erwähnt ihrer nicht.
Ueber Isis-Sothis in ähnlichen Münzbildern vgl. oben S. 71.
Marc Aurel.
32. Tafel VII, Fig. 32.
AVRELIVS CAE SAR AVG PII F Kopf von rechts.
Rev. Ohne Aufschrift. Marc Aurel auf springendem Pferde, von rechts, mit blossem Kopfe, im
Harnisch und flatternden Mantel, in der Rechten ein Feldzeichen.
Perlenrand auf beiden Seiten. Röthliche Bronze; 28 Mm. (Grösse der Mittelbronzen), 2-5—3 Mm.
dick, 15-99 Gr.
Erworben 1875.
Beschrieben von Cohen, II, 570, 819, aus der Sammlung Curt in London.
Die ältesten Münzen, auf denen Marc Aureis Porträt erscheint, datiren vom Jahre 139 (COS • DES);
es sind jene Stücke, welche sein Bildniss auf der Rückseite, das seines Adoptivvaters Antoninus Pius auf
der Vorderseite tragen. Unser Medaillon, in welchem der Caesar noch nicht als COS • DES bezeichnet wird,
stammt also aus einem früheren Jahre. Da er zugleich AVG(usti) PII F(ilius) heisst, also sein Adoptivvater
damals schon Augustus war, was er erst nach Hadrians Tode (10. Juli 1 38) wurde, so muss unser hier
in Rede stehender Medaillon in der Zeit vom Juli bis December 138 geschlagen sein also doch wohl aus
Anlass der Thronbesteigung des Kaisers Antoninus Pius und der damit verbundenen Ernennung Marc
Aureis zum Caesar. Wahrscheinlich stellt das Bild diesen als prineeps juventutis dar, welcher allerdings in
der Regel nur mit Schild und Lanze beschenkt ward, doch aber unter Domitian den Legionsadler und das
Vexillum als Abzeichen führte. So zeigen des letzteren Gold- und Silbermünzen mit der Aufschrift «prineeps
juventutis» zwei Hände, die ein Signum mit einem Adler über einer Prora halten (Cohen, 208, 210);
Mittelbronzen Domitians mit «Princip. juvent.» haben den Caesar zu Pferde, ein Vexillum1 in der Linken,
die Rechte erhebend. Letztere Stücke erinnern lebhaft an den vorliegenden Medaillon. Nimmt man dazu
noch, dass seit Domitian der jugendliche Marc Aurel zum ersten Male wieder ein Caesar war, welcher
prineeps juventutis sein konnte, so gewinnt die Vermuthung an Wahrscheinlichkeit, dass man, um diese
Ehre münzbildlich zum Ausdrucke zu bringen, an das nächst vorhergehende Beispiel, an die Mittelbronzen
Domitians, angeknüpft habe. Um im Vorbeigehen davon zu sprechen, darf unser Münzbild keineswegs
mit jener Stelle der Historia Aug. (Ant. phil., p. 6) in Verbindung gebracht werden, nach welcher Antoninus
Pius den Caesar im Jahre i3g zum Sevir über die Türmen der equites Romani ernannt habe; denn
wie ausdrücklich bemerkt wird, war damals Marc Aurel schon consul designatus, während unser Medaillon
in die Zeit vor die Designation fällt.
' Hie und da erscheint der obere Theil des Vexillums weggelassen, da die Umschrift den betreffenden Raum e' '
und dann gewinnt es das Aussehen eines Scepters, wie auch Cohens Beschreibung (396—400) aussagt. Auf den e' - Ms • '
Exemplaren der Sammlung des allerh. Kaiserhauses ist die Standarte (vexillum) deutlich.
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3i. Tafel VI, Fig. 3i.
DIVA FAV STINA Büste von links mit dem Schleier, um den Nacken Mantelfalten.
Rev. Ohne Aufschrift. Isis auf einem springenden Hunde (von rechts), welcher den Kopf gegen sie
umwendet; sie selbst blickt in die Richtung, nach der sich das Thier bewegt, und hält in der erhobenen
Rechten das Sistrum, in der Linken das Scepter.
Perlenrand auf beiden Seiten. Röthliche Bronze; 28 Mm. (Grösse von As und Dupondien), 2 Mm.
dick, 14/64 Gr.
Aus der Sammlung Tiepolo. Musei Theupoli, antiqua numismata, I, p. 507.
Cohen, II, 451, 273, unter den Stücken, welche auf der Rückseite S • G allein, ohne andere Aufschrift
, haben. Dies ist unrichtig und beruht auf einem Versehen in der Synopsis von Arneth (p. ioi,nr. 62).
Die Buchstaben S • C finden sich nicht auf dem vorliegenden Stücke; auch Eckhel, der letzteres noch aus
der Sammlung Tiepolo aufnahm (D. N. V., VII, p. 41), erwähnt ihrer nicht.
Ueber Isis-Sothis in ähnlichen Münzbildern vgl. oben S. 71.
Marc Aurel.
32. Tafel VII, Fig. 32.
AVRELIVS CAE SAR AVG PII F Kopf von rechts.
Rev. Ohne Aufschrift. Marc Aurel auf springendem Pferde, von rechts, mit blossem Kopfe, im
Harnisch und flatternden Mantel, in der Rechten ein Feldzeichen.
Perlenrand auf beiden Seiten. Röthliche Bronze; 28 Mm. (Grösse der Mittelbronzen), 2-5—3 Mm.
dick, 15-99 Gr.
Erworben 1875.
Beschrieben von Cohen, II, 570, 819, aus der Sammlung Curt in London.
Die ältesten Münzen, auf denen Marc Aureis Porträt erscheint, datiren vom Jahre 139 (COS • DES);
es sind jene Stücke, welche sein Bildniss auf der Rückseite, das seines Adoptivvaters Antoninus Pius auf
der Vorderseite tragen. Unser Medaillon, in welchem der Caesar noch nicht als COS • DES bezeichnet wird,
stammt also aus einem früheren Jahre. Da er zugleich AVG(usti) PII F(ilius) heisst, also sein Adoptivvater
damals schon Augustus war, was er erst nach Hadrians Tode (10. Juli 1 38) wurde, so muss unser hier
in Rede stehender Medaillon in der Zeit vom Juli bis December 138 geschlagen sein also doch wohl aus
Anlass der Thronbesteigung des Kaisers Antoninus Pius und der damit verbundenen Ernennung Marc
Aureis zum Caesar. Wahrscheinlich stellt das Bild diesen als prineeps juventutis dar, welcher allerdings in
der Regel nur mit Schild und Lanze beschenkt ward, doch aber unter Domitian den Legionsadler und das
Vexillum als Abzeichen führte. So zeigen des letzteren Gold- und Silbermünzen mit der Aufschrift «prineeps
juventutis» zwei Hände, die ein Signum mit einem Adler über einer Prora halten (Cohen, 208, 210);
Mittelbronzen Domitians mit «Princip. juvent.» haben den Caesar zu Pferde, ein Vexillum1 in der Linken,
die Rechte erhebend. Letztere Stücke erinnern lebhaft an den vorliegenden Medaillon. Nimmt man dazu
noch, dass seit Domitian der jugendliche Marc Aurel zum ersten Male wieder ein Caesar war, welcher
prineeps juventutis sein konnte, so gewinnt die Vermuthung an Wahrscheinlichkeit, dass man, um diese
Ehre münzbildlich zum Ausdrucke zu bringen, an das nächst vorhergehende Beispiel, an die Mittelbronzen
Domitians, angeknüpft habe. Um im Vorbeigehen davon zu sprechen, darf unser Münzbild keineswegs
mit jener Stelle der Historia Aug. (Ant. phil., p. 6) in Verbindung gebracht werden, nach welcher Antoninus
Pius den Caesar im Jahre i3g zum Sevir über die Türmen der equites Romani ernannt habe; denn
wie ausdrücklich bemerkt wird, war damals Marc Aurel schon consul designatus, während unser Medaillon
in die Zeit vor die Designation fällt.
' Hie und da erscheint der obere Theil des Vexillums weggelassen, da die Umschrift den betreffenden Raum e' '
und dann gewinnt es das Aussehen eines Scepters, wie auch Cohens Beschreibung (396—400) aussagt. Auf den e' - Ms • '
Exemplaren der Sammlung des allerh. Kaiserhauses ist die Standarte (vexillum) deutlich.
Persistente URL:
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