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Maximilian <Römisch-Deutsches Reich, Kaiser, I.>  ; Schultz, Alwin   [Hrsg.]; Kunsthistorische Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses <Wien>   [Hrsg.]; Treitzsaurwein, Marx [Bearb.]
Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses (ab 1919 Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien): Der Weisskunig — Wien, 6.1888

Seite: V
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VORREDE.

Et si quidcm bene et ut historice competit,
hoc et ipse velim; si autem minus digne, con-
cedendum est mihi.

Maccab. II, i5, 35. fpWl

Die erste Ausgabe des vorliegenden Werkes erschien 1775, zu einer Zeit, als man es kaum noch
verstand, einen Holzschnitt gut abzudrucken. Das Papier war dünn und ungeeignet, der Druck
unsauber, und so konnten die herrlichen Tafeln Hans Burgkmair's und seiner Mitarbeiter nicht
zur rechten Geltung gelangen. Heute tritt dasselbe Werk, mit aller der modernen Zeit eigenen gediegenen
Pracht ausgestattet, aufs Neue an die Oeffentlichkeit und jetzt erst geben uns die Abdrücke der alten
Holzstöcke eine rechte Vorstellung, was die Meister, die im Auftrage des Kaisers Maximilian diese Arbeiten
ausführten, zu leisten vermochten.

Diese neue Ausgabe der alten Holzschnitte vorzubereiten wurde mir von der Redaction des Jahr-
buches der kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses übertragen; ich musste also
die zu den Abbildungen gehörige Erzählung neu abdrucken lassen, die vorhandene Originalhandschrift
vergleichen, den Text so lesbar als möglich gestalten, frühere Entwürfe zu dem Werke, soweit die
Handschriften vorhanden waren, ebenso auch spätere Aenderungen, wie das schon der erste Herausgeber
gethan, herbeiziehen und das erreichbare Material, das zu diesem Werke Kaiser Maximilians in Beziehung
steht, zusammentragen. Einen historischen Commentar zu dem Buche zu geben, lag durchaus nicht
in meiner Absicht; ich habe mich nur bemüht, in den Anmerkungen die unumgänglich nöthigen
Erklärungen zu bieten; mein Bestreben war vielmehr, allein die Entstehungsgeschichte des Buches und
seiner Illustrationen zu ermitteln und vorzuführen.

Allen Denen, die mich bei dieser Arbeit freundlich unterstützt haben, vor Allem dem stets hilfsbereiten
Berather Herrn Hofrath Quirin von Leitner sage ich meinen herzlichsten Dank.

Prag, im Juli 1887.

Alwin Schultz.
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