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Maximilian <Römisch-Deutsches Reich, Kaiser, I.>  ; Schultz, Alwin   [Hrsg.]; Kunsthistorische Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses <Wien>   [Hrsg.]; Treitzsaurwein, Marx [Bearb.]
Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses (ab 1919 Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien): Der Weisskunig — Wien, 6.1888

Seite: 3
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Hernach volgt die vererung diz puechs. (foi.s«)

em durchleuchtigisten fursten und herren, herrn Carln, von gotes genaden
erbkunig der hispanischen lande, und prinz der kunigreich Arragani,
Neapels und baider Sicilien, erzherzogen zu Österreich, herzogen zu
Burgundi, zu Lotterick, zu Brabant, zu Steir, zu Kerendn, zu Crain, zu 5
W^J^^f^^Ss Lymburg, zu Lutzemburg und zu Geldern, landgrafen in Elsas, fursten
zu Swaben, phalzgrafen zu Habspurg, zu Heingew, gefursten grafen zu Tirol, zu Burgundi,
zu Flandern, zu Görtz, zu (foL 8b) Arthois, zu Holand, zu Seeland, zu Phierdt, zu Kyburg,
zu Namur, zu Zutphen, marggrafen des heiligen römischn reichs der Enns und zu Bur-
gaw, herr zu Friesland, auf der windischen March, zu Portnaw, Salius und Methein, etc. 10
meinem genedigisten herrn, empewt ich Marcus Treizsauerbeyn von Ehrentreiz') mein
undertenig gehorsam, schuldig und willig dienst. Durchleuchtigister kunig, genedigister
herr! Eur kunigliche wirde welle aus guetem herzen warnemen und mit vleiß betrachten
die gotsforcht, diemuetigkait, gerechtigkait, dankperkait, wahrhait und die menschlich
weishait, kuniglichen tugent, löblich rechtmässig regirung, (fol. 9») auch die grossen siglich 15
gerechte streitperkait und eerlich adenlich und ritterlich frewd, die Ewerer kuniglichen
genaden vorfordern mandlicher stam in kaiserlicher, kuniglicher und höchsten fürst-
lichen eren von anfang des adls bis auf Ewr kunigliche wirde her pracht, und der
almechtig got sy darinnen mit sein genaden aufenthalten hat. Nun ist durch die person
der grosmechtigkait. E. kuniglichen genaden aufenthalter diz puech der warhait mit 20
Schriften, werken und taten volpracht worden, demselben kuniglichen geschlecht zu
ainer gedächtnus und Ewrn kuniglichn gnadn und Ewrn gnaden brueder, dem durch-
leuchtigisten kunig Ferti (foi.9b) nandus, zu eren und zu ainer underweisung in der forcht
gotes und in dem gesetz des kristenlichn gelaubens zu leben, mit der kuniglichen tugend
und maß zu regiren, mit der diemuetigkait zu erkennen, mit der danckper und miltig- 25
kait zu belonen, mit dem swert der gerechtigkait und hanthabung der kuniglichen eer
zu streiten, und also in Ewrn kuniglichn genaden vorfordern fuesstapfen zu treten,
O Ir durchleuchigist kunig Karl und Fertinandus! Erfrewt Euch und seyd mit allem
lob dankper der grossen genaden, eere vnd wirde, die gpt der allmechtig Euch in
Ewrer gepurt für alle ander kunig in kuniglicher eer und in (toi. 10») großmechtigkait der 30
volker und des ertrichs gegeben und verlihen hat. Und auf das so vereere und uber-
antwurt ich Ewrn kuniglichn genaden das vorgemelt puech, das genannt wird der
weiß kunig, mit aller underteniger diemuetigkait bittend, Ewr gnad welle diz puech
von mir in Ewrn kuniglichn und milten genaden annemen und mich allezeit in Ewrn
kuniglichen genaden bevolhn haben, als ich nit zweifi. Und damit Ewr kuniglich genad 35
die Ordnung diz puech ain wissn haben muge, so ist das puech in drey tail gesteh: das
erst tail, wie der alt weiß kunig mit sein gemahl vermahlt worden ist und welhermassen er
und sein gemachl die höchst krön zu Rom emphangen (fol. iot>.) haben, der ander tail des
jungen weisen kunigs jugend, von seiner lerung, schicklichait, erfarung und heirat, der
drit tail von des jungen' weißen kunigs heerfueren, kriegn und streiten. Alsdann sölichs 40
mit schrift vnd gemäl nach verstendiger Ordnung begriffen ist und anzaigt wird. Damit
thue ich mich Ewrn kuniglichen gnadn und derselben brueder, kunig Fertinandus, als
meinen genedigisten herrn mit aller undertenigkait bevelhn.

') In beiden Handschriften sind die Eigennamen fast immer umgekehrt geschrieben: Sucmar (eigentlich richtig:
Sucram) Nyebruasziert von Ziertnere

7 Haimgaw B. 22 zu ainer gedächtnus fehlt 23 Ferdinandus 26 und hanthabung der kuniglichen eer fehlt
28 Ferdinando 37 alt fehlt 38 höchst fehlt 42 Ferdinandus
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