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Maximilian <Römisch-Deutsches Reich, Kaiser, I.>  ; Schultz, Alwin   [Hrsg.]; Kunsthistorische Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses <Wien>   [Hrsg.]; Treitzsaurwein, Marx [Bearb.]
Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses (ab 1919 Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien): Der Weisskunig — Wien, 6.1888

Seite: 282
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(foi.447") Wie der jung weyß kunig, auch der rot weiß kunig und der prawn kunig

ain pundnus machten wider den plaben kunig.

achdem der plab kunig den schwarzen weisen kunig zu seinem willn pracht het, darab
trueg der jung weiß kunig ainen grossen unlust und schicket seine treffenliche botschaften
zu dem roten weisn kunig, desgleichn auch zu dem prawnen kunig und ließ inen offen-
baren und furhaltn die practictn und unpillich krieg, die der plab kunig für und für
thet. Er ließ auch dieselben baid kunig umb hilf ersuechen wider den plaben kunig,
mit erzelung, wie schentlichn und spötlichn es in aller weit inen drey kunigen were,
das der plab kunig neben (fbl. 447 b) inen also überhand solle nemen, auch wie er unpilichn het erobert und
10 von inen dreyen kunigen abgetailt mit dem swert den swarzen weisn kunig. Sölichs namen die obgemelten
zwen kunig zu herzn und verpundtn sich ainhelliglich mit irer macht über den plabn kunig zu ziehen.
Als söliche pundnus beschach, da verordnet der plab kunig gegen inen seiner hauptleut drey, gegen jeg-
lichm kunig ainen, und ainen yeden hauptman mit grossem volk, aber der dreyer kunig macht nit gleich,
dann sy warn ime an volk zu mechtig, dardurch der plab kunig in grossen sorgen was, er wurde ainen
15 grossen oder merer tail seins kunigreichs verliern.

(foi. 449 a) Wie der plab kunig rat hielt und den prawn und roten weyßen kunig

zufriden stellet.

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achdem der plab kunig auf die obgemelten drey kunig grosse sorg het, er möcht von
inen durch ir pundnus aus seinem kunigreich vertribn werden, da versamlet er die
treffenlichistn räte seins kunigreichs und hielt inen solich pundnuß für, ime darynnen
zu raten, und fand darauf in rat, er solle den zwayen kunigen, dem prawnen und dem
I roten weisn, jedem etwas merklichs anpieten zu thun, damit er dieselbn zwen kunig
1 möcht von dem jungen weisn kunig abwenden und von ainander zertrennen, das dann
der plab kunig also tet. Nemlichen er gab dem prawnen kunig ain (fbl. 449 b) land und dem roten weisn
kunig ain ewige, jerliche und erliche pension; das namen die zwen kunig also an, und der plab kunig
machet damit mit inen ain rachtigung und tailet sy von dem jungn weisn kunig mit solichm ab.
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