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Maximilian <Römisch-Deutsches Reich, Kaiser, I.>  ; Schultz, Alwin   [Hrsg.]; Kunsthistorische Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses <Wien>   [Hrsg.]; Treitzsaurwein, Marx [Bearb.]
Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses (ab 1919 Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien): Der Weisskunig — Wien, 6.1888

Seite: 353
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Wie der weyß kunig dem plaben kunig hilf tet, dardurch der plab kunig (foi. 546a)
dem kunig vom visch ain stat abgewan.

ls nun die vorgemeltn drey kunig über den plaben kunig zugen und ime zwo stet ab-
gewunen heten, da schicket der weiß kunig dem plabn kunig etlich tausend mann seines
kriegsfolk zu hilf. Nun het der kunig vom visch ain stark stat, daryn er vil seines 5
kriegsfolk het. Aber des weisn kunigs und des plaben kunigs kriegsfolk uberfielen
dieselb stat und gewannen die ritterlichen mit dem stürm und erschluegen des kunigs
vom visch kriegsfolk, was in derselbn stat was.

Wie des weyßen und plaben kunigen kriegsvolk des kunigs der cronen und (foi. 547 a)
des swarzen kunigs volk sluegen und ain stat gewunen. 10

ach eroberung der vorgemelten stat zugn des weisen und plabn kunigs kriegsfolk, das
dann dieselb stat erobert het, auf das kriegsfolk, das dem kunig der cronen und dem
swarzen kunig zugehört, und streit stark gegen inen lag, und griffen dasselb volk im
veld an und gewunnen inen die slacht ab und eroberten darzu nach der slacht ain
mechtige stat. 15

Wie der weyß kunig sein kriegsfolk von dem plaben kunig abfordert (foi. 548»)

und den plaben kunig bekrieget.

ach dem vorgemelten streit ward der plab kunig ser ubermuetig, auch stolz und uber-
nam sich des sigs mit grosser hoffart, den er het durch hilf des weisen kunigs erlangt;
darab het der weiß kunig ain misfaln. In derselben zeit ward auch dem weisen kunig 2o
gesagt und geoffenwart, wie der plab kunig die graw geselschaft mit gelt bewegt het,
wider ine zu kriegen, davon dann vor geschriben ist, darab der weiß kunig ainen
grossen unlust trueg. Und auf sölichs vordert er sein kriegsfolk von dem plaben kunig
ab und machet mit der geselschaft mit den vil varben ain (foi. 548b) pundnus wider den plabn kunig. Mit
derselben geselschaft traib der weiß kunig den plaben kunig aus dem land, das der plab kunig vor mit des 25
weisen kunigs hilf gewunen und erobert het, und der weiß kunig setzet den jungen kunig vom wurm,
der ime dann verwandt was, in dasselb land.
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