Kindler von Knobloch, Julius  ; Badische Historische Kommission   [Hrsg.]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 1): A - Ha — Heidelberg, 1898

Seite: 322
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Faber.

der Bär 1393, 1418 und Eberhard von Ewentingen 1420 empfangen einen Hof in Riedeschingen als
Lehen von der Aebtissin von Lindau. Berthold v. E. verkaufte 1405 den Zehnten in Münchingen,

Lehen Konrad's von Blumenberg. Anna v. E., Heinrichs von
Blumenberg Witwe, 1386, beanspruchte 1395 zwei Höfe in Mundel-
fingen als elterliches Erbe. Bärschin v. E., Bürger zu Villingen
1405. Der veste Hans Ewetinger 1423. Anna v. E. und ihr
Gatte Junker Hans Billung verkauften 1447 ihren Antheil an der
Gerichtsherrlichkeit in Neuenhausen; da sie 1439 noch kein eigenes
Siegel hatte, siegelte für sie ihr Sohn erster Ehe der veste Hans
von Kürneck. Hans Billung von Rottweil empfing 1453 den von
seiner Gattin Anna v. E. herrührenden Schultheißenzehnten zu
Kirchdorf vom Abte von St. Gallen zu Lehen an den Villinger
Bürger Hans Swenninger und seine Gattin Anna v. E. Schon
1442 hatte Ursula Münsserin, des Hans v. E. Witwe, den von
ihm und seinem Bruder Jacob und ihren Vordem besessenen Hof
in Sundhausen um 568 fl. verkauft, welche Frau Inne (Anna) die
Ebgottingerin und ihre Söhne, die von Kürneck, als des Hans
nächste Erben erhalten. Nach den Reichenauer Lehnsbüchern
wurde Ursula Richlingerin von Radolfzell, des Hans v. E. Witwe,
vom Abte Friedrich (1428—1454) mit Gütern in Beringen belehnt,
welche nach ihrem Tode unter Abt Johann (1454—1466) an ihre
Nichte Ursula Müntzerin, des vesten Albrecht von Heudorf Gattin
fielen. Wappen: Gespalten, vorn in S. ein b. Löwe (auf den
Siegeln Berthold's 1323 und Anna's 1447 längs dem vorderen Schildesrande laufend), hinten silbern
ohne Bild; H.: der Löwe wachsend und g. gekrönt; Hd.: b. s. (Liber originum des Abtes Caspar von
St. Blasien, pag. 235).

von Ewaüngen.

F. V.

Faber. Verschiedene Geschlechter.

1) Eberhardus Faber, 1271, Dietricus et Rudolfus Fabri 1279 Bürger in Pfullendorf.

2) Cuonradus 1301, 1303, Rudolfus F. 1301 Bürger in Markdorf.

3) Cunrat der Faber 1318 des Raths in Freiburg.

4) Geschlecht in Waldshut. Johann F. 1396 Bürger. Ihm
verkauften die im Thurm 1409 Güter in Eggingen und versetzten
ihm 1416 ihre Vogtei in Ulingen, Rippoltsriet, Mettenberg und
Segwangen. Clewi F. vergabte 1438 an die obere Kirche in Walds-
hut Zinse in Dogern.

5) Johannes Faber, geboren zu Leutkirch im Allgäu 1478,
wurde in Wittenberg magister artium, 1514 in Freiburg immatriculirt,
wo er die Stelle des Poeten an der Hochschule erhielt, 1518 General-
vicar, 1525 Domherr in Konstanz, später Bischof von Wien und
Propst zu Leitmeritz, f 1541. 21. 5. Er war Sohn eines Schmiedes
und hieß eigentlich Haigerlin. (Siehe über ihn: Ad. Horawitz, Jo-
hann Heigerlin gen. Faber, Bischof von Wien. Wien 1884.)

6) Dem Nicolaus Faber zu Offenburg wird von dem Comes
palatinus Wilhelm Boecklin von Boecklinsau nachfolgendes Wappen
gegeben, bez. gebessert, renovirt und cum titulo feodali verliehen
1559. 1. 6.: In R. über einem gr. Dreiberge zwei schwarze «an ein-
ander rührende runde Strich und alle beide strich zu beider Seiten des
Schilds end reichend», darüber zwei g. Sterne neben einander. Auf dem

Stechhelme mit ^ g. Bausch und Hd. ein g. Stern zwischen einem offenen g. ^ übereck getheilten Fluge.

7) Veit Paber 1626 Landvogt, 1634 Obervogt der Herrschaft Gutenburg. Sein Siegel zeigt im
schräglinksgetheilten Schilde einen gekrönten Löwen mit einem Hammer in den Vorderpranken; auf
dem Stechhelme der wachsende Löwe: S. VITI. @ FABR ® 1607.

Ueber die Faber von Randeck siehe unter Fauber.

Faber.
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