Kladderadatsch — 66.1913

Seite: 618
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kla1913/0618
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
Facsimile
Das war der Landrat Dr. Busch,

Der sprach gar stolz und weise:
„Berlin, du Hundsnest, kusch dich, kusch!
Wir alle blasen einen Tusch
Dem Kreise nur, dem Kreise!

Das Lumpennest Berlin, es reicht
Dem Kreise nicht das Wasser.

Berlins Gewicht wiegt federleicht,

Sein Glück vergeht, sein Ruhm verbleicht,
Sein Stern wird blaß und blasser.

Niederbarnim

Sobald Berlin hier Land besitzt,

Jst's aus mit Steuerzahlen.

Denn diese Stadt ist so gewitzt,

Daß kein Dekret uns etwas nützt.

O über unsre Qualen!

Und was an Riejelwasser blinkt,

Das soll im Kreise fließen.

Und was die Großstadt ißt und trinkt
Und was dort riecht und was dort stinkt,
Das sollen wir genießen!"

Herr Busch fuhr fort: „Berlins Geruch
Gemahnt an die Kanäle.

Und weiht' ich ihm nicht meinen Fluch,
So war' ich wahrlich ein Eunuch
Und keine Mannesseele."

Da sprach ein schlichter Mann das Wort:
„Herr Landrat. o Sie Wütrich.

So ziehn Sie doch aus diesem Ort!"
Da rief Herr Busch: „Ich von hier fort?
Sie sind wohl brägenklütrig?" fr.

5tets auf
der Hölje
zind

Hera

5tiefcl

. oit <«■ Hfrz

klrfOrS.h?

ZU

Jpecial

Stiefel

1950

für ,

Jlerren u. Damen

erkenntlich

an auf

diesem V/ der
Reichen 'Sohle.

töeDirfjte eines ßrofjuaters

oonAdolfEy. Mit einem Vor-
wort von Johannes Trojan.
Zweite vermehrte Auflage.
Preis elegant geb. . Mk. 2,50

.Freunde gemütlicher und gemüts,

reicher Poesie, in der eine starte Ader
gesunden Humors aoldglünzcnd leuchtet,
werden sich der „Gedichte eine-. Groszvaters"
Herzlich erfreuen tonnen. Unter den vielen
Ged.chtsommlungen. die alljährlich auf dem
deutschen Büchermarkt erscheinen, gibt es
nicht vieles, was sich diesem Buch zur
Seite stellen oder es überragen tonnte.

„Hamburglscher Correspondent."
Durch alle Buchhandlungen zu beziehen.

Verlag von A. Hosmann & &omp.
in Berlin SW. 68.

Rerliner |,nll

Wellstadtgcschichten
von Benno Jacobson

Broschiert 1,50 Mark, gebunden 2 Mark.

Inhalt: Aus einer kleinen Konditorei — Die
Beine weg! — „Ach, Quatsch!“ — Zwei
Luft-Schöpfer — Das neue Fräulein — Der
Rundreise-Frack — l>io Hof-Equipage —
Nacht-Asyl — Herr Leisezahl — Eine
Konferenz im „Trikot-Theater“ — Auf dem
Witwen-Ball — Die Reichstags-Mioze —
Die fliegenden Händler — Wie sie die
Feste feiern! — Olga mit n Hopser —
Die großo Überschwemmung — Die
Nixen-Orotto — Ludi — Zwei Ehen —
Der Bierhallen-Dichter — Zu Hause —
Vorein „Euterpe“ — „Kuschelmann, jeh’
nich bei de Meechens!“ — Mein Volontär.

Durch alle Buchbandlungen zu beziehen.

Verlag v. A. Hof mann & Comp., Berlin SIV.6S

Umsonst

werden

dünne Leute dick!

Ein einfaches Hausmittel wirkt Wunder und ver-
wandelt knochige und übellaunige Männer
und Frauen fleischig und lebenslustig.

100,000 Schachteln zu 2,50 Mark werden gratis an alle mageren

Leute abgegeben!

„Nun schau Dir doch nur mal die beiden Vogelscheuchen da an, Schatz! Warum

nehmen denn die kein Sargol?"

Mageren Personen, besonders solchen, deren Körpergewicht 10 bis JO Pfund unter
dem Normalgewicht bleibt, wird sicherlich ein einfaches Hausmittel überaus will-
kommen sein, das in vielen Fällen eine tägliche Zunahme von Va bis 1 Pfund be-
wirkt, der ganzen Gestalt eine ebenmfissige Rundung verleibt und Leute, die jahre-
lang dünn und knochig waren, frisch, vollblütig und stark macht.

Schütteln Sie nicht den Kopf, sagen Sie nicht: „UnmöglichI“ Denken Sie:
„Probieren geht über Studieren", und machen Sie einen kostenlosen und nützlichen
Versuch (siehe untenstehenden Kupon). Es ist kein Grund vorhanden, dass Sie Ihr
ganzes liebes Leben lang mager und knochig bleiben müßten, sollten Sie selbst bis
jetzt schon jedes Nähr-, Fett- und Wundermittel versucht haben, das Ihnen vor
Augen gekommen ist.

Sargol bedingt keinerlei lästige Diät, keine Berufsstörung. Loben Sie, wie Sie

Sewohnt sind, und essen Sie, was Ihnen schmeckt. Sargol ist auch für den zartesten
rganismus durchaus harmlos, es enthält weder ölige noch alkoholische Substanzen
noch irgendwelche Emulsionen. Sargol wird in Tablettenform geliefert und kann
durchaus unauffällig genommen werden. Ihre nächsten Angehörigen brauchen nicht
zu wissen, was Sie machen, bis zu dem Tage, wo sie verblüfft sein werden über Ihr
gesundheitsstrotzendos Aussehen.

Übergroße Magerkeit ist demütigend. Dünne Männer werden nicht als voll
angesehen, im Kampf ums Dasein werden sie zur Seite geschoben. Knochige Frauen
sind selten beliebt, und selbst mit dem größten Aufwand von Watte kann man ein
Skelett nicht verbergen. Alle Männer sind Liebhaber einer schönen Figur. Drum
heraus aus der Klasse der Vogelscheuchen.

Senden Sie den Kupon heute noch ab. und übersehen Sie nicht, uns Ihren Namen
und Ihre Adresse mit besonderer Genauigkeit anzugeben. Zur teilweisen Deckung
der Verpackungsspesen sind 0.50 M. in Briefmarken beizuffigen. Mit wendender Post
wird Ihnen dann eine Originalschachtel Sargol zu 2.50 M. kostenlos zugehen, und ein
erklärendes Schreiben, aus dem Sie ersehen werden, weshalb Sie mager sind und in
welch natürlicher Weise Sargol Ihnen zu einer ebenmäßigen Stattlichkeit vorhelfen
wird. Versündigen Sie sich nicht, indem Sie weiterhin mager und hohlwangig bleiben,
sondern fassen Sie die Hand, die wir Ihnen reichen.

ZAHNTEUFEL

SH

rfTuöen

So*tioTftr (J OujooTfr

AHftBERGmmWÄUffilijl

Aus meinem
NeimMbel

Neue -Scherzgedichte

von Gtto Äommerstorff

Preis elegant gebunden Mk. 2.50.
Schon einmal fff der feinsinnige Berliner dra-
malische Künstler Sommcrslorlf. der Galle der
gleichfalls rühmlich» bekannten Darllcllerin
Therestua Setzner. mit einem Bändchen
humoristischer Gedichte hervorgelrefcn. das
die Zahl feiner bisherigen Ocrehrer und

Freunde noch erheblich vergrös.erf haben lvird.
denn die reizenden Kleinigkeiten waren de!
j aller Anspruchslosigkeit voll zündender Laune,
laltrisch. ohne bilflß ju lein, und von an-

Kupon.

Dieser Abschnitt berechtigt den Inhaber zum kosten-
losen Empfang einerOriginaischaciitei„Sargor,zu 2,50 M..
dem Hausmittel, das Magere fleischig u. vollblütig macht.
Gültig für nur 10 Tage ab heute gerechnet!

Unter Beifügung der genauen Adresse und 0,50 M.
in Briefmarken einzusenden an die

Sociele Sargol (Abi. 1434) 8, Citc de Paradis, Paris (Franfcr.).

Briefe nach Frankreich sind mit 20 Pfennig zu frankieren.

I genehmer Fonngewcmdlheli. Auch in vieler
vorliegenden Fonfetzuna erscheinen alle jene
Vorzüge wieder. Das Büchlein. Vellen höchst
efchmackvolle Ausffatlung Anerkennung
nben wird, führt gleich zum Motto ein
wunderhübsches Lersleln, das feines Autors
lonmges wesen in voller Klarhell folorl er-
kennen lühl... .Hamburger Nachr.'

Durch alle Buchhandlungen zu beziehen.
Verlag von A. yosmann & Comp,
in Berlin -SW. 68

Vertrauliche Auskünfte

über Vorleben. Mllqlll. Familien-. Vermögen,-
und Privat -Verhältnisse auf alle Plätze
der Welt erteilen sehr gewissenhaft

üeyricli & Greve. 5S™;s»äi55:

Ibfitinluiortlidier Ncdalleur: Paul Warncke in Charlottenburg. — Verantwortlich für den Anzeigenteil: Gustav Gillkausen. Berlin. — Verlag von A. bofmann & Comp.

Berlin SW. 68, Zimmerstr. 3. — Druck von tzempel & Co. E. m. b. H.. Berlin SW. 63. Zimmerstr. 7/8.
loading ...