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Koenigsberger, Leo; Jacobi, Carl Gustav Jacob [Gefeierte Pers.]
Carl Gustav Jacob Jacobi: Festschrift zur Feier der 100. Wiederkehr seines Geburtstages — Leipzig, 1904

Seite: 6
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Jacobi als Student an der Universität zu Berlin.
Ostern 1821-Ostern 1825.

Der junge Student bezog nun die Universität Berlin,
der er vom 28. April 1821 bis zum 25. Mai 1825 angehörte,
und betrieb während der ersten beiden Jahre ziemlich gleich-
mäßig philosophische, philologische und mathematische Stu-
dien. „Was Du in diesem Semester getrieben hast", schreibt
ihm sein um 3 Jahre älterer Bruder Moritz aus Göttingen,
der spätere ausgezeichnete Petersburger Physiker, welcher
sich damals für eine technische Laufbahn vorbereitete, „was
für Collegia Du hörst, weiß ich noch nicht einmal." Er
vermutet, daß ihn die mathematischen Vorlesungen nicht
allzusehr fesseln, schildert ihm aber auch die in Göttingen
gehaltenen nicht in sehr verlockender Weise: „was ich höre,
weiß ich leider, denn Thibaut wird so verwünscht lang-
weilig und macht so vielen Kohl, daß ich lieber mitunter
wegbleiben möchte, wenn die Lücken in meinem Hefte
mich nicht zum Gegentheil ermahnten."

„Als Teilnehmer an den Übungen des philologischen
Seminars" berichtet Dirichlet, „erregte Jacobi die Aufmerk-
samkeit von Boeckh, des Vorstehers dieses Instituts, welcher
den jungen Mann wegen seines scharfen und eigentümlichen
Geistes sehr lieb gewann und durch besonderes Wohlwollen
auszeichnete."

Vom Januar 1824, als er sich bereits tiefer mit dem
Studium der Werke Eulers und der großen französischen
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