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Krieger, Albert  ; Badische Historische Kommission [Hrsg.]
Topographisches Wörterbuch des Großherzogtums Baden (Band 2) — Heidelberg, 1904

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Lahr — Laite.

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inferior, Seibach, Schutterdal, Sweighusen,
Schutterwalt, Schuttern, Sulcze apud Lore,
Welschensteinach, Wagenstatt, Witenwiler,
Wiler prope Offenburg, Wittelbach, Zunß-
wiler 1464 Straßburg, Begistrum Collecte.

Kloster.

prior et fratres in Lare ordinis sancti
Augustini, Argentinensis dyocesis 1267 Pragm.
Gesch. Geroldsek, Urkb. 35. — das kloster
ze Lore 1367 K. Berain 3916 (Hugsweier).
— prior und convent dez closters an der
nider steygen by Lor 1419 MitthistKommis-
sion 23,108.

das closter zuo Lahr zu einem stifft
erhoben 1482 K. Kopialbuch 705 (Lahr-
Mahlberg). — unserer lieben frauwen stifft
zu Lare vor. der statt gelegen 1492 K.
Kopialbuch 152 (Baden). — der stifft ussert-
halb der statt Lare 1492 K. Kopialbuch 152
(Baden).

her Peter, capplon in dem closter zu der
nidern steigen by Lor gelegen 1419 Mitthist-
Kommission 24,189*.

von Lahr.

Heinricus de Lare miles 1215 K. Tennen-
bach (Spitzenbach), fidelis marchionum de
Badin 1215 Schoepfiin HZB. 5,141.

Hartman der Walpotte von Lare ein ritter
1316 K. Breisgauer Archive (Fr
Waltbot ein ritter von Lare 1317 K.
niterarchive (Lahr). — hern Egenolfes Kü-
chelin eins ritters elichu wirtin Willeburge,
der Walpotten swester von Lare 1301 Z.
36,215.

Nesa filia quondam Rüdolfi de Burnebach
armigeri de Lare 1366 K. Tennenbach (Her-

[Lar, in Ortsnamen häufig, vor allem auch
als zweiter Bestandteil von Zusammensetz-
ungen (vgl. Goslar, Wetzlar u. a.). Nach den
einen mit Otfrieds gilärl, habitatio, nach
den anderen mit ahd. läri, = leer, zusam-
menzustellen; vgl. Förstemann OS. 972,
Schmeller-Frommann 1,1498]

Altenberg.

Altennberg 1535 K. Berain 1513 (Burg-

Flurnamen: in dem burgstall 1367 K.
Berain 3916 (Hugsweier); vgl. Z. 14,395.
1535 K. Berain 1531 (Burgheim) — Burg-
stall, Heidenburg, Neuenbürg GK.

Einzelfund von Bronze — Auf dem
„Burghard" ein vorgeschichtlicher Ringwall;
westl. davon die „Heidenburg". — Funde:
Bronze- und Serpentinbeile u. a. im „Hoh-
berg", auf dem „Altvater" Mahlsteine aus

Gneis. — Römische Funde: Ziegel der legio
VIII., Urnen, Münzen von Germanicus, Do-
mitian und Antoninus Pius. — Alemannischer
Friedhof.

Die Herrschaft Lahr, bestehend aus Lahr
mit Burgheim, Dinglingen mit Hursterhof,
Mietersheim, Hugsweier, Langenwinkel und
Altenheim, gehörte bis 1629 als gemein-
schaftliche Besitzung Nassau - Saarbrücken
und Baden-Baden, 1629—1799 Nassau-
Saarbrücken allein und 1799—1803 Nassau-
Usingen.

Stein, Geschichte u. Beschreibung der
Stadt Lahr und ihrer Umgebungen. Lahr
1827. — Th. Müller, Archivalien der Stadt
Lahr, MitthistKomm. 12,97—108. — Rup-
pert, Mortenau 1,338—377. — M. Hennig,
Geschichte des Landkapitels Lahr. Lahr 1893.

Vgl. Breitebene, Burgheim (Lahr), Ding-
lingen, Geroldseck, Heidenburg, Nimburg,
Oberweier (Lahr), Öhrensbach, Tennenbach.

Lai, auf der, Haus, Zinken Kaltbrunn
Tal, Gem. Kaltbrunn (Wolfach).

[mhd. leie, lei, = Fels, Stein]

Laibach, Zinken, Gem. Ödsbach (Ober-
kirch). — Lettbach (oder Leitbach?) 1433 K.
Lehen- u. Adelsarchiv (Slanfenburg).

Laibach (Leubach, Im Laibachberg, Lei-
benberg), Zinken, Gem. Kinzigtal (Wolfaeh).

Laibach, Vor, Weiler, Gem. Kinzigtal
(Wolfach).

Laibachberg, Im, s. Laibach.

Laiberstung s. Leiberstung.

Laidikofen s. Leidikon.

Laidolvinchova s. Leidikon.

Lailehäuser, Weiler, Gem. Wieden
(Schönau).

Gehörte zur Landgrafschaft Breisgau
(Vogtei Schönau); seit 1805 badisch.

Lailiwanc s. Lellwangen.

Laimbach s. Leimbach.

Laimgrnfoen s. Leim grübe.

Laimheim s. Leimen.

Lainbach s. Leimbach.

Lai sackerhol', Hof, Rotte Wasen, Gem.
Untermünstertal (Staufen). — Linsinacker der
hof 15. Jh. Grimm, Weistiimer 6,381. —
Vgl. Kolb 2,196.

[ahd. linsi, linsin, = Linse]

Laishof, Vorderer, und Hinterer Lais-
hof, Flurnamen auf der Gemark. Welschen-
steinach (Wolfach) GK.

Laite, Weiler, Gem. Wittenschwand (S.
Blasien). — Dieser Ort ist mit Sicherheit das
alte Ladbach, welches bald zwischen
Häusern und Hächenschwand, bald zwischen
Schmalenberg und Ibach aufgeführt wird.

villa Ladebach 1328 Z. 6,104. — Ladbach
1351 Z. 6,104. 1373 K. Berain 7215 (Kiost.
S. Blaisen). — an dem dorf ze Ladbaeh
1383 K. Berain 7214 (S. Blasien).
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