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Bayerischer Kunstgewerbe-Verein   [Hrsg.]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 64.1913-1914

Seite: 226
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Entwurf von Professor Richard Berndl von Frohns-
beck für die Münchener Ludwigskirche ausgeführter
Lüster und ein nach dem Entwürfe von Geheimrat
Prof. Or. v. Thiersch durch Schlossermeister Stumpf
geschmiedetes Oberlichtgitter.

Bei der Lehrlingspreisverteilung wurden folgende
Lehrlinge mit Preisen bedacht: Joseph Neu-
mayr, Lehrling bei Herrn Hofgoldschmied Theodor
Heiden für die technisch hervorragende Ausführung
eines Anhängers mit Korund, Perlen und Rosen,
sowie für sehr gute zeichnerische Leistungen; Willi -
baldStegmüller, Lehrling bei Herrn Joseph
Frohnsbeck, Herzog!. Hofschlossermeister, für die
vorzügliche technische Ausführung einer Sanktus-
glocke in Schmiedeeisen, mit welcher auch die zeich-
nerischen Leistungen auf einer entsprechenden Stufe
stehen; FriedrichKiefer, Lehrling bei Herrn
Michael Kiefer & Lo., bayer. Baubeschlägfabrik, für
die vorzügliche technische Ausführung eines Tür-
klopfers in Schmiedeeisen, wie eines mit vorge-
legten Türschlosses und recht gute zeichnerische Dar-
stellung; Johann Gschwendtner, Lehrling bei
Herrn Wilhelm 8c Lo., kunstgewerbl. Werkstätten,
für eine Aschenurne in Kupfer, deren tadellos ge-
schickte Aufzieharbeit sehr gutes technisches Können
aufweist, welches mit recht guter zeichnerischer Be-
gabung verbunden ist; Max S ch e d l, Lehrling
bei Herrn Fritz Göhr, Buchbindermeister, für die
fachgemäße und recht gute technische Herstellung
eines Ganzlederbandes mit Handvergoldung und
anerkennenswerte zeichnerische Darstellungsgabe;
Robert Fricke, Lehrling bei Herrn Wilhelm
& Lo., kunstgewerbl. Werkstätte, für die recht gute,
technisch sehr schwierige Herstellung einer Laterne
in Messing, der sich auch die zeichnerische Leistung
im gleichen Maße anfügt; Johann Isenmann,
Lehrling bei Herrn Adam Isenmann, Goldschmied-
meister, für die recht gediegene technische Durch-
führung eines Ziboriums mit Elfenbeinmittelstück,
mit welcher die zeichnerische Darstellung Hand in
Hand geht; Emil Gigl, Lehrling bei Herrn
Oskar Mathes, Möbelschreinerei, für ein Noten-
schränkchen in Nußbaumholz, welches eine sehr gute
technische Leistung darstellt, gegenüber welcher die

zeichnerischen Kenntnisse nachstehen; Robert
Fochler, Lehrling bei Herrn Albert Fochler,
Kunst- und Möbelschreinerei, für die gute technische
Ausführung eines Schränkchens in Rüsternholz
und die anerkennenswerte zeichnerische Fertigkeit;
Lorenz wuchenauer, Lehrling bei Herrn
A. Isemann, Goldschmied, für einen Handspiegel,
in Silber aufgezogen und ziseliert, dessen gute tech-
nische Durchführung wie auch die gute zeichnerische
Fertigkeit anzuerkennen sind; August Vilser,
Lehrling bei Herrn Otto Fritzsche, Hof-Möbelfabrik,
für eine Ornamentfüllung in Eichenholz, welche eine
befriedigende technische Fertigkeit zeigt, wie auch
die recht gute zeichnerische Darstellung anzuerkennen
ist;RudolfKindlbacher, Lehrling bei Herrn
I. winhart 8c Lo., kunstgewerbl. Werkstätten, für
die befriedigende technische Durchführung einer
runden in Messing getriebenen Platte mit Fratzen-
kopf, der auch gute zeichnerische Kenntnisse zur
Seite stehen; Joseph Baur, Lehrling bei
Herrn Jakob Kronenberger, Silberschmiedmeister,
für die befriedigende Ausführung eines in Silber
getriebenen, vergoldeten Bechers mit Deckel, wie
auch für gute zeichnerische Darstellung; Fried-
rich Siegerer, Lehrling bei Herrn I. win-
hart 8c Lo., kunstgewerbl. Werkstätten, für eine
ovale in Messing getriebene Platte, welche mit
befriedigendem technischen Können ausgeführt ist,
ebenso anzuerkennen ist eine gewisse zeichnerische
Fertigkeit. Die hier genannten Arbeiten sind im
Bilderteil dieses Heftes dargestellt. Der Textteil
enthält Buchzeichen, -Titelblatt, Vignetten u. a.
von Lugen Julius Schmid, moderne graphische
Arbeiten von ausgezeichnetem Stilgefühl. Der
junge Künstler fertigte u. a. auch mehrere Speise-
kartenumrahmungen im Auftrag der Leitung der
Kölner Werkbund-Ausstellung. Einer dieser Ent-
würfe ist hier abgebildet. Lugen Julius Schmid
empfing seine künstlerische Ausbildung auf der
Münchener Kunstgewerbeschule bei den Professoren
M. Dasio, Engels und Ehmke und vervollständigte
sie durch einen zweijährigen Aufenthalt in Eng-
land, wo er zu englischen Verlegern in Be-
ziehungen trat.

Chronik -es öaperifchen Runstgewerbevereins

Ordentliche Generalversammlung

Vienstag Sen 5. flpril 1914

Der n Vorsitzende Prof. Pfeifer eröffnete abends 8 Uhr die
Generalversammlung und stellte fest, daß die Generalver-
sammlung ordnungsgemäß einberufen ist, daß die Präsenzliste
Mitglieder aufweist, und daß die Tagesordnung besteht aus:

1. Berichterstattung und Rechnungsablage,

2. Voranschlag pro

3. Ergänzungswahl.

Zum Beisitzer wurde erwählt: Malermeister tzos. Leipfinger.
Als Vertreter der Staatsregierung war Ministerialdirektor
von Meinet erschienen.

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