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Urk. Lehmann 152

Schultheiß und Schöffen des limburgischen Gerichts von Dürkheim

Urkunde

o.O. [wohl Dürkheim], 1609 Januar 9 (a. St.) oder Januar 12 (n. St.)

Der Schultheiß und die Schöffen des limburgischen Gerichts von Dürkheim beurkunden, dass der Dürkheimer Bürger Michel Kopp und seine Ehefrau Elisabeth von den Dürkheimer Almosen-Exekutoren am 24. November (1608) 100 Gulden in bar erhalten haben. Dafür müssen sie jährlich am Weihnachtstag (25. Dezember) einen Zins von 5 Gulden entrichten; erstmals wird die Zahlung an Weihnachten 1609 fällig. Als Sicherheit setzen die Eheleute 1 Morgen Acker im ort Wingarten (Weingarten, LKr. Germersheim) und 1 Morgen Weinberge in der Gemarkung Dürkheim ein. Deren Größe wird als ausreichendes Pfand vom Gericht anerkannt und bestätigt. Sollten die Kreditnehmer oder ihre Erben die Zinszahlung schuldig bleiben, so treten die Darlehensgeber in ihre Rechte ein und dürfen das Pfand so lange nutzen, bis dass die ausstehenden Zinszahlungen ausgeglichen sind; dann fällt das Unterpfand an die Eheleute oder deren Erben zurück. Die Ablösung des Darlehens wird verabredet: Sie ist jährlich am Martinstag bzw. bis zu einer Woche davor oder danach möglich. Mit der Rückzahlung des Kapitals und der Zahlung von eventuell noch ausstehenden Zinsen verliert die vorliegende Urkunde ihre Gültigkeit, und die Darlehensgeber oder ihre Nachfolger verzichten auf jegliche Ansprüche in dieser Sache. Schultheiß und Schöffen von Dürkheim hängen auf Bitten der beiden Parteien das Siegel des Gerichts an die Urkunde, um diese damit öffentlich an zu erkennen und zu bestätigen, ohne dass daraus Forderungen an die Stadt Dürkheim geltend gemacht werden können.

Zitierlink: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/lehm152   i
URN: urn:nbn:de:bsz:16-diglit-94960   i
Metadaten: METS
IIIF Manifest: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/iiif/lehm152/manifest.json

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