Lüders, Heinrich [Hrsg.]
Bruchstücke buddhistischer Dramen — Berlin, 1911

Seite: 34
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Bühnenanweisung in Prakrit. Eine Mischung von Prakrit und Sanskrit hndet
sich in 13 °[72]^7*2/<#22/f^[7222] 722*^/^2272/^3-227*2/272- und in 16 ^2*^222/22^22722277222^22^2:^22/2'
7227*2/27227*72722'[_)/](22)/ 722*7*2727227*7272^^ ist eine A-Iischtorm aus 7222/2/2272722)722 und 7227*2/2/227*72)722.
Andererseits haben wir auch zahlreiche Bühnenanweisungen in Sanskrit:
MÖ)MÖ)[T ß, 7222)/22/^22A 3772 22)722/2* 4, ^7*222/2322/2* 72/2)722^2?.. Q,
7223^7*2272 /22/^ 13, 22/22/^1) 2/7*[^].. I3, 7227*Z/Z/227*727222[j)/](22/2*) 16, [^7*]/^22772 2*2/22 2/7*3./2'22 2 1,
0^2^/227222^37222 ^2233/^22/2* 2Q, j2272[2]/^22 .... 772 Z2/'2237*(/)/22) 3p, 22/22A 45, /22/22/^ ^7*22272 3 2272 /2'
77*22772227222 .. 34, [^](7*)2227z722/2 7222ß.'22(^22/^) 85, 22/22% ^7*22[272*](322/2*) pp, ^227*2*^7*22772)722
112, vielleicht auch °[/2]7*727222/br722Z 22^2237^?/^ 16. Dazu kommt die lange
Bühnenanweisung am Schlüsse von I.
Es scheint hier ursprünglich ein bestimmtes Prinzip befolgt zu sein: Die
Bühnenanweisung wird in der Sprache der Person, aufdie siesich bezieht, gegeben.
Dazu stimmen jedenfalls die meisten Fälle, in denen eine Nachprüfungmöglichist.
Die Bemerkungen /zzp/tz/D/z 37/222)722/2* 4, ^7*2232322/2' 7222)722^2?.. p gehen auf den
Sanskrit sprechenden Elelden, 7223^7*2272/22% in 13 bezieht sich auf den Sanskrit
redenden Brahmanen, /22//2% ^7*227/232272/2 77*22772227222.. in 34 sicherlich auf buddhi-
stische Sramanas, die im Gefolge der in 34^ erwähnten Säriputra und Maud-
galyäyana auftreten und deren Sprache, wie oben gezeigt, ebenfalls das
Sanskrit ist, ^7*^22772 2*2/22 2/7*3/2722 in 21 steht inmitten einer Sanskrit-Rede. Die
Bemerkung 722/^/222(72/2? oder 072/22) in 11 geht andrerseits auf eine Prakrit
sprechende Person, /22/z? 2/22/2)/... in 4 auf den Prakrit redenden Bösewicht.
Abweichend sind 72Az/2'2Z7*727222(y2E/2*) in 16, das hinter Worten steht, die, soweit
die kümmerlichen Reste ein Urteil erlauben, Prakrit waren, und ^22722*^22_72z
zzp22y/*(/)722) in 3p, das sich auf die Prakrit sprechende Hetäre bezieht. Ob
diese Abweichungen und ebenso die Mischung von Prakrit und Sanskrit in
den beiden aus 13 und 16 angeführten Bühnenanweisungen dem Verfasser
oder dem Schreiber zur Last fallen, ist kaum zu entscheiden.

DER DIALEKT DES BÖSEWICHTES.
Das Prakrit, das in unsern Fragmenten erscheint, ist keine einheitliche
Sprache. Wir können wenigstens drei Dialekte unterscheiden. Deutlich hebt
sich zunächst der Dialekt des Bösewichtes von den übrigen ab. Die Stellen,
in denen der Bösewicht ausdrücklich als die redende Person bezeichnet ist,
sind die folgenden: —
4 hangho Komudagandha dekkha täva .... [I](l)l(a)m3) makkatah[o]
4 . . m pesseti ajja te däslputta himena pa[l].ti .
22 mä täva mä täva . .
37 na ni . .

1) Der Gebrauch von aZ<z4 anstatt 2<?2%4 scheint später nicht vorzukommen. Zu beachten
ist, daß a/2?^ in 13 und 45 den neuen Akt einleitet.
3) Ursprünglich stand da.
3) Vielleicht ist /f/äw herzustellen; siehe S. 48.
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