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Heidelberger Schlossverein   [Hrsg.]
Mitteilungen zur Geschichte des Heidelberger Schlosses — 3.1896

Seite: 187
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Ein Werkmeister des Kurfürsten ^riedrich II.

von

Rarl Zangemristrr.

(ksierzu Tafel VI.)

Der Vertrag, der am 7. März f558 mit Alexander Lolin i'Tolins) zur
Zlusführung der Bildhauerarbeiten am Gttheinrichsbau abgeschlossen wurde,
ist nur iu einer Abschrift aus dem ssabre 160-s erhalten bei den Schloß-
Bauakten inr Großh. General-Landes-Archiv zu Rarlsruhe. Bei unserer
Ausgabe, die aus neuer Vergleichnng dieser Gopie beruhh machten wir
daraus aufmerksam (Mitth. I 22), daß der dort genannte kurpfälzische Bau-
meister in dem Manuskript Iacob Leyder geschrieben sei und daß sowohl
lVirth als auch Friedrich v. lVeech ebenso gelesen hätten, während Theodor
Alt in Lützow's Zeitschrift ss) S. s06 sich für „bseyder" erklärt hätte.

Diese persönlichkeit hat dadurch ein Znteresse gewonnen, daß Th. A.

Leger aus einein Bchreiben Friedrichs II. vom 27. Beptember s555 an die
Btadt Btraßburg einen lVerkmeister dieses Aursürsten nnt Namen Iakob
bsaidern (im Akkusativ) erwähnt') und Theodor Alt diesen mit dem obigen
Baumeister identificirt hat. Ivir haben es daher für zweckmäßig gehalten,
jene Stelle des Vertrages nach der Vandschrift in getreuer photozinko-
graxhischer Abbildung vorzulegen (s. Taf. VI), uni dem Leser selbst ein Ur-
theil zu ermöglichen.

<Ls sügt sich günstig, daß auf derselben Seite der Buchstabe l) noch
zehnmal (Z. 5. 6. 7. ss. (5) und das L noch zweimal (Z. (6 und 2s)

vorkommt. Die Formen beider Buchstaben sind nicht gerade sehr von ein-

I) Leger, Führer dnrch die Ruiiien des heidell'erger Schlesses, 2. A. Z8j9 S. -jL:

„Dem Lhurfürsten (Fricdrich II.) war es, so wie ich in seinem eigenhändigen, aus dem ^

°Neuerenschloß am 2?ten Scxtembcr >Z55' gegebenen Schreiben an die Stadt Süaßburg ^ , ^

gelesen habe, eine gwße Angelegenheit, die aiigefangenen Gebäude sdes Schlossesj durch
seinen werkmeister Zakob haidern bald möglichst vollcndet zu sehen: allein sein
Tod störte seinen jdlan."
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