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Deutsches Archäologisches Institut <Berlin, West> / Abteilung <Athēnai> [Hrsg.]
Tiryns: die Ergebnisse der Ausgrabungen des Instituts (Band 1): Tiryns: die Ergebnisse der Ausgrabungen des Instituts — Athen, 1912

Seite: V
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VORWORT.

Seit den Schliemannscheu Grabungen (IS84 und 1885) sind die Ruinen von Tiryus
Jahre lang unberührt geblieben, bis im Januar 1905 Ludwig Cnrtius und Hugo Hepding
im Auftrage unseres Instituts auf der Burg eine Reihe von Versuehsgrabnngen anstell-
ten (vgl. AM. XXX 1905, 151). Im Frühjahr 1907 wurde dann die Arbeit in grösserem
Unifang wieder aufgenommen, sowohl auf der Burg und deren Abhängen, wie in der
Ebene südwestlich von ihr (AM. XXXII 1907, I und 239; Areh. Ana. 1908, 126). Unter
Wilhelm Dörpfelds Leitung waren hier August Frickenhaus und Kurt Müller tätig. Es
folgte, im März und April 1909, eine neue Campagne unter Dörpfelds Oberleitung, bei
welcher die ständige Aufsieht Kurt Müller oblag (Areh. Anz. 1909, 122). Rudolf Hackl,
Walter Müller, Franz Oelmaun nahmen an den Arbeiten teil, die sich auch dieses
Mal auf Burg und Unterstadt erstreckten. Endlich hat Kurt Müller von G. Lippold,
G. Rodeuwaldt und E. Schmidt unterstützt, im Mai und November-December 1910
Grabungen auf der Burg vorgenommen (Areh. Aiiz. I 910, 1 7 I. 1911,147. AM. XXXVI
1911, 198).

Damit ist die Erforschung von Tiryns keineswegs vollendet; aber wenn auch unser
Institut sich ihr noch weiter widmen will, ist es doch schon an der Zeit, bereits abge-
schlossene Teile der Arbeit zu veröffentlichen. Dies soll in einzelnen Bänden in freier
Folge geschehen; deren erster liegt hier vor, der zweite, welcher die neu gefundenen
Wandgemälde und Fussböden umfasst, soll in wenigen Monaten erscheinen.

Dankbar gedenken wir des holländische!] Mäcens Herrn Goekoop, der grössere Sum-
men zu den Grabungen gespendet; ebenso der Freunde des Instituts, aus deren Stiftung
uns die Central-Direction gütigst einen Znsehnss zu dieser Publikation bewilligt hat Die
Tafeln hat A. Ditisheim in Basel mit gewohnter Sorgiah ausgeführt.

Eine besondere Freude gewährt es uns, den Namen Alexander Conze's auf diesen
Band zu setzen. Vor mehr als einem halben Jahrhundert hat er mit Adolf Michaelis die
erste argivische Terracotte entdeckt und ihre Bedeutung erkannt (unten S. 66); er ist es
gewesen, der vor vierzig Jahren zuerst die geometrischen Vasen gesammelt und in unsere
Wissenschaft eingeführt hat. Wir widmen diese Arbeit von Stipendiaten aus den letzten
Jahren dankbaren Herzens dem ersten Stipendiaten unseres Instituts. Möge
dem unermüdlich Schallenden dieses Zeichen der Verehrung frohe Erinnerungen wach-
rufen an seine Jugendzeit in Griechenland!

Athen, im März 1912. Georg Karo.
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