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Deutsches Archäologisches Institut <Berlin, West> / Abteilung <Athēnai> [Hrsg.]
Tiryns: die Ergebnisse der Ausgrabungen des Instituts (Band 1): Tiryns: die Ergebnisse der Ausgrabungen des Instituts — Athen, 1912

Seite: 1
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Die vorliegende Abhandlung ist dadurch veranlasst worden, dass mich die Leiter
des Kaiserlich Deutscheu Archaeologischen Instituts in Athen mit der Pnblication einer
1907 gefundenen grossen Masse von Weihgeschenken betrauten. Bei der Aufnahme der
einzelnen Fundstücke entstanden dann 1908 die leitenden CouSequenzen und Gedan-
ken, die in dem ersten Teil niedergelegt sind; zur Ausarbeitung kam 'ich erst 1909
und besonders 1910.

Drei ganz verschiedene Überliefertingscomplexe suchen wir zu verschmelzen und so
die Geschichte eines wichtigen archaischen Heiligtunis zu reconstrliieren. Es sind das
erstens die literarischen Nachrichten und Sagen Überlieferungen über einen bestimmten
tiryuthischen Cult, zweitens einige von Schlienianu und Dörpfeld auf der Oberburg von
Tiryns aufgedeckte Ruinen und drittens ein 18.86, 1907 und 1909 in der Nähe gefun-
dener Schatz von Weihgeschenken. Die Schwierigkeiten dieser eomplizierten Überlie-
ferung werden noch dadurch vermehrt, dass ein im Heraion von Argos gefundenes und
nahe verwandtes Material von Kleinfundeu in Waldsteins Argive Heraeum I und II voll-
kommen falsch beurteilt und datiert wurde; das zwang zu eingehendem Studium der
besonderen Geschichte dieses Heiligtums. Weitere Untersuchungen w:urden durch W. Dörp-
felds neue Anschauungen über die griechische Frühgeschichte und archaische Chrono-
logie veranlasst Es muss hier von vorne herein betont werden, dass meine Beurteilung
der Ruinen und der Kleinfunde in wichtigen Punkten von W. Dörpfeld nicht geteilt
wird; vor allem gilt dies für die Chronologie. Ich baue auf dem bisherigen Fundament
weiter und suche seine Tragfähigkeit mehrfach neu zu begründen. Um so mehr aber
fühle ich mich verpflichtet meine Leser darauf hinzuweisen, dass W. Dörpfeld seine
abweichenden Meinungen später zusammen hängend publizieren wird.

Zu danken habe ich Vielen. Zunächst W. Dörpfeld selbst, ohne dessen Schule ich
überhaupt kein eigenes Urteil über griechische Ruinen hätte. Im besonderen hat er brief-
lich und mündlich über viele Fragen dieser Publication mit mir verhandelt, eine vor-
läufige Niederschrift einiger Grundgedanken (1908) mit seinen Bein erklingen versehen,
mir unermüdlich Rat und Auskunft erteilt und mich durch seinen Widerspruch viel-
fach gefördert G. Karo hat mich in vielen Einzelheiten auf das freundschaftlichste bera-
ten und unterstützt und besonders auch durch seine Zustimmung in allen Grundfragen
erfreut; Kurt und Walter Müller gaben mir auf meine Anfragen viele wertvolle Auskünfte,
besorgten oder überwachten die Anfertigung vieler Photographien und halfen auch sonst
mehrfach. W. Amelung eröffnete mir den Blick für die kunstgeschiehtliehe Bedeutung
des hier publizierten Terracotten-Materials; andere Freunde förderten durch Widerspruch
und Zustimmung die Fortschritte der Verarbeitung. Endlich haben noch R. Kekule
von Stradonitz, Ed. Meyer und U. von Wilamowitz-Moellendorff, die im Auftrage der
philosophischen Facultät der Berliner Universität über diese als Habilitationsschrift ein-
gereichte Arbeit zu urteilen hatten, eine Reihe von einzelnen Bemerkungen beigetragen.
Allen sei hier aufs herzlichste gedankt

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