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Kekulé von Stradonitz, Reinhard   [Hrsg.]; Winter, Franz   [Bearb.]
Die antiken Terrakotten (Band III): Die Typen der figürlichen Terrakotten — Berlin u.a., 1903

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DIE FUNDSTELLEN.

MITTELGRIECHENLAND.

ATTIKA.

ATHEN.

AKROPOLIS, Als bei den von Ross. Schaubert
und Hansen geleiteten Arbeiten im Jahre iN;;^ zum
ersten Male ein vollständiges Stuck Perserschutt gehoben
wurJe, in einem Schacht, der zwischen der Südostecke
des Parthenon und der Burgmauer bis aul den Fels-
boden getrieben wurde, kam u.a. auch eine Anzahl von
Thonfiguren zum \ 01 schein, darunter „zwanzig bis
dreissig kleine, sitzende, weibliche Figuren von archai-
scher Bildung" (Ross, Archfiol. Aufsätze I S. 106 f.,
137 ii. Gerhard, Annali dcll' instituto 1837 S. 132),
Weiterhin sind ähnliche Stücke und vereinzelt auch
jüngere, die nicht dem Pcrsersehutt angehören, 18» -\
bei den Propyläen (Bullcttino dell' instituto 1864 S. 133,
226. Archfiol Anzeiger \^<:\ S. 282", Bulletin de cor-
respondance helleni^ue is.,y S. 580)1), [§66 Leim Graben
der Fundamente des Museums östlich vom Parthenon
(Arch. An/. 1866 S. 168*. Bull, dell' ihm. 1875 S. 137)
zu Tage gekommen, Zu diesen früheren Funden haben
dann die 1882 begonnenen Grabungen 1 Praktika i**;;
S. 10) eine ausserordentlich grosse Masse von I hon-
figuren, zumeist aus der vorpersisciicn. in i>erini<erer
Zahl aus den jüngeren Schichten hinzugebracht. Diese
Funde sind in einigen der Ausgrabungsberichte in sum-
marischer Kürze erwahm: sie sind vorwiegend gemacht
worden einerseits in der näheren Umgebung des allen
Athenatempels /wischen Parthenon und Erechtheion
(Praktika 1885 S, 11 1, südöstlich des Erechtheion nach den
Propyläen hin. WO die grosse Menge der weiblichen
Marmorfiguren gefunden wurde (Ephemeris arch.
1886 S. 7;;i. längs der Kordmauer an der Tholos
(Athenische Mitteilungen 1887 S. 144), und ferner bei
den Propyläen (Dcltion 1889 S. 106), andrerseits im ( »---teil

und Süden des Parthenon (Deltion 188S S. 12, 44, -..;.

82, 102, 169, IO] ).

Die gesamte Masse der zumeist nur in Bruch-
stücken erhaltenen Figuren, einschliesslich auch der vor
18S2 gefundenen, ist in dem Museum auf der Akropolis
vereinigt; ich habe sie gemeinsam mit Herrn Kphoros
Stais im Winter 1891 92 ordnen und untersuchen
können und über die Ergebnisse dieser Arbeit im Ar.
chäologischen Anzeiger 1893 S. 140 ff. kurz berichtet.
Im folgenden gebe ich eine Übersicht über das Material
mit Verweisung aul die Anlührun»en im Typenkatalog.

Die mvkenische Gattung ist durch 1 S. j. 1 f.1) 31".
3,7 b vertreten (vgl, Furtwängler und Loeschcke. Mv-
kenische Vasen S. 35). — Die Sorte der so«. Papades
fehlt. Diesen ähnlich sind einige unbedeutende Stücke
1 S. 4,aa, 8,a. 9,af, während andere I S. 20,5 Vnm.
21,5 A '"ehr den am meisten auf Rhodos u.rkommen-
den primitiven Bildungen einsprechen. An diese
schliessen sich 1 S. 22,3 Anm. 23,1-5 an. — Line be
sondere Gruppe bilden die wie eine Fortsetzunu der
mykenischen Sorte erscheinenden Figuren I S. 24,3.4.
j io. 11.1), denen der Art und Technik nach nahestehende
I S, j^.. :i..?;i angereiht sind, die mit den primitiven
Terrakotten der argivisch-korinthischen Gattung (vgL 1
S. 26) Berührung zeigen. Mit diesen und weiterhin
namentlich mit den böotischen Terrakotten sind die
entwickelteren Stücke I S. 29,3c 31,1.5 f. 32,4c, ui. i
verwandt.

Die meisten Figuren von der Akropolis gehören,

'■ Martha, Catatogue .ii-- ngurines S. ^m (wiederholt bei
.j igebung des Erech-

icion unter Jon früheren Fundstellen an.

') Wahrscheinlich auch 1 - 1,1 .1.0. Vgl. S. III, I.

Ms junger erweisen sie sich nicht nur durch die Ver-
kümmerung der in der mykenischen isgebildeten

1 dem auch dadurch, dass sie meist einen weissen, krei-

digen Überzug haben, aul den Strichelungen i»it rötlichi
aufgemalt sind, eine l'echnik, die die Firnissmalerei verdrtngl
hat und. weiter ausgebildet, vom \ II. oder VI. Jahrhunden in
ein Üblich ge-
worden i-u
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