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Kekulé von Stradonitz, Reinhard   [Hrsg.]; Winter, Franz   [Bearb.]
Die antiken Terrakotten (Band III): Die Typen der figürlichen Terrakotten — Berlin u.a., 1903

Seite: LVIII
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LV1II

IHK PUNDS1 El LEN

KLEINASIEN.

Aus SAMSUM, .ui der Küste des schwarzen Meeres,
westlich von Trapezuni stammen einige im Arch. An
zeiger 1892 S. 110 n. ts beschriebene Terrakotten des
Berliner Antiquariums inv. 8244 8246; „Drei liegende
Löwen aus grobem rotem Thon. von barbarischem, doch
iltertümlichem Charakter: zwei stehende Jünglinge
aus grobem Thon, der eine sehr roh und steif, der
andere in einem Motii des IV. III. Jahrh, vor < ihr. an
einen Pfeiler gelehnt; elf menschliche Köpfe, meisi unten
mit Zapfen /um Einsetzen in eine Figur, von feinerem
rötlichem Thon, roher späterer Stil, die meisten bekränzt,
verwand) doch noch roher sind die Köpfe Compte rendu

p. [873 Taf, II 7—IO, 18S0 l'ai \ ;: Kopl eines Stieres.

vnn altertümlichem Charakter."

Zwei Aphroditestatuetten sind 1898 von 11. Bulle
in der Sammlung Gaudin in Smvma als aus AMISOS
.stammend verzeichnet Die eine II S. 214,6, im Motiv
der sm^. (icnetrix. mit eigentümlich reicher Frisur, ist
von schokoladebraunem Thon, die andere 11 S. 216,4b
stimmt mit den gewöhnlichen hellenistisch-kleinas 11

otten Ubcrein, Ein ..Bruchstück einer bärtigen

Jupiter) ans Amisos", h. 0.15 m, ist Arch.
Anzeiger 189g S. 96 unter den Neuerwerbungen des

I )A 793 verzeichnet.
\ .- PHRYGIEN sind durch A. Koerte's Aus-
grabung des Tumulus hei Bos-öjyk 1 Lamunia 1 einige
primitive Thonfiguren bekannt geworden, die Athen.
Mitteilungen XXIV 1899 S. 37 beschrieben und z. I.
I if I III 18, IV- abgebildet sind.

TROAS.

Kenntnis der Terrakotten aus der troischen
Landschaft gründet sich im wesentlichen auf das eben-
sosehr durch Reichhaltigkeil wie durch Zuverläs:
ausgezeichnete Material, das in der Sammlung de- 1 lerrn
Frank 1 lalvert in den Dardanellen (Tschanak- Kalessi 1
vereinigt ist. Wie All red Brückner, dessen Mühe-
waltung es verdankt wird, duss der Bestand dieser
Sammlung in dem bis 1893 erreichten Umfang voll-
:nde Arbeit hat verwertet werden
können, mitteilt, stammen die Terrakotten zum grössten

Teile au- den Ausgrabungen, die 1 lerr 1 )alven
veranstaltet hat. .. \n der Stelle I abolia will Herr
Calvert die meisten seiner Terrakotten bellen st

nden haben, mehr als er als von dort stammend
ausdrücklich auf den Stiicken seihst mit T I! oder Tab.
signiert hat. Also werden viele derjenigen Figuren, bei
denen ich keine Fundstelle beigeschrieben habe, aus der
Gegend Tabolia herrühren. Für jede Terrafo ■•
ein/einen den Fundort sicher anzugeben, war nicht gut
möglich: ich halte den Eindruck, dass hei der Länge der
seit der Auffindung verstrichenen Zeit der Besitzer selbst
in /. weil eist.ilten nicht mehr in der Lage war. sich
für den einen oder andern ( >n zu entscheiden."

! 1. Thiersch hat 1902 eine Revision
der Sammlung vorgenommen und nach

in Calverts für eine An
bei Brückner unbezeichneten Stücke die
ngaben nachgetragen: sie erwei-
tern zumeist das Material für faftolia,
in vereinzelten Fallen auch tiir llion
(HS. 441, 3), Kolonae II (.52, 1), I schäm-
lydschafl lit, ; p) und* IvadjikfU 1 :.
Nachträge).

Die Sammlung enthalt auch einige
■ ■ echenland erworbene St
Die Mehrzahl der übrigen nicht oder
nicht genauer bezeichneten Figuren wird
als aus der l'roas herrührend betrachtet
werden dürfen. Sie sind in der folgen-
den Zusammenstellung aufgezählt3) zu-
gleich mit den wenigen in anderen
Sammlungen (so namentlich im Museum
ku Leyden) befindlichen Figu' 1
die dieTroas ohne genauere Bezeichnung der Fundstelle
angegeben wird.

hrscheinlich II S. :-■. |An™ 405,
Vi . hie Gruppe I S. 3

rotem Thon) wird aus Kleinasien oder Naukratis sei-.
giebi ausdrücklich an, dass sie nicht -ms der rroas stammt.
■■: ihnen ist noch hinmiiuftlgen die oben als-1 ■
Statuette aus dunkelrotem rhon. die n.icl- '
Angabe lusammen mit anderen rerrokotten aus
von Bauern aus der rroas erworben ist; sie hat hinten ei
Urennlocli und ist o,i6j m boch.
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