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Kekulé von Stradonitz, Reinhard   [Hrsg.]; Winter, Franz   [Bearb.]
Die antiken Terrakotten (Band III): Die Typen der figürlichen Terrakotten — Berlin u.a., 1903

Seite: LXXVII
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LXXV1I

KYPROS.

Bei der Zusammenstellung der cyprischen Terra-
kotten bin ich mehr darauf ausgegangen, die ver-
schiedenen Arten durch bezeichnende Proben zu ver-
anschaulichen, als eine Sammlung der grossen und bei
- mderen Art der meisten einschlägigen Publika-
tionen ungewöhnlich schwer zu bewältigenden Masse
der Einzelstücke zugeben. Vieles, was daher im Typen-
katalog unerwähnt geblieben ist, habe ich, soweit es sich
cke, für die genauere Fundangaben vorliegen.
handelt und soweit es mir die hier zugänglichen, be-
schränkten litterarischen Hilfsmittel gestalteten, in der
folgenden Übersicht ^v Fundorte nachgetragen, in der
auch für eine Anzahl von Figuren die Fundbezeichnungen
genauer angegeben sind und das nach Fertigstellung des
Typenkatalogs noch bekannt gemachte Material1) heran-
gezogen werden konnte-).

NIKOSIA (Leukosia)

unweit des antiken Ledrai. ' ienauere Beschreibung
und Plan der Örtlichkeit bei < »hnefalsch-Richter, K3 pri s,
Bibel und Homer S. \&\ ff. Südlich des heutigen
Nikosia auf dem I.condari Vuno genannten Hügel, in
dem die alte Akropolis von Ledrat vermutet wird, sind
igrabungen für den Cyprus Exploration Fund
(Journal of hell stud. 18S8 S. 154 ff.) Hau- und Graber-
reste gefunden, die nach < »hnefalsch-Richter S. 167 Anm.
..mit den Burgen von Mykenä und Tiryns zeitlich zu-
sammenfallen". Zwischen diesem Hügel und der moder-
nen Stadt zieht sich die grosse gleichfalls der sog. Bronze-
pole von Hagia Paraskewi hin.
Die Gräber sind zuerst bei Cesnola-Stern S. 216 kurz

So namentlich die von Murray, Smith und Walters, Ex-
■ Ion 1900) veröffentlichten Funde von
athus.
■) Es sind im folgenden natürlich mir die Orte angeführt,
nfiguren bekannt geworden sind. Eine
die Verbreitung -ler Ältesten Kultur ii
. Kleine Schriften III S. 86. Hinzu kommt die
. ^mbene Nekropole von Kalopsida (rwisch
und Famagusta), unter deren Funden Journal of bell, studies XVII
werden

erwähnt, eine Vnzahl von zusammenhängenden <irab-
funden hat ausser zahlreichen Einzelstücken 1 Ihnefalsch-
Richter Taf. CLXV111 CJ WIM aus seinen 188
anstalteten Ausgrabungen (vgl. Dümmler, Kl. Schrillen IM
S. B \then. Mut 1886 S. 213) mitgeteilt, über einen

für das Berliner Museum erworbenen Grabfund ist Arch.
Anzeiger 1S90 S. 93 berichtet. Neuere Untersuchungen
sind 1894 für den t lyprus Exploration Fund unter-
nommen und im Journal of hell, studies W "
S. 71 ff, und 1 3 | ff. beschrieben. Hier werden zwei
Klassen von Gräbern unterschieden, deren erste nur
„red potished wäre- enthalte, während die zweite jüngere.
in der auch bereits Mvkenisches auftritt, bemalte Vasen
und in grösserer Menge Bronze aufweist Es dec
die Einteilung mit der auch von Ohnefalsch-Richter
S. .((i; Anni. nach T. B. Sandwith aufgestellten Scheidung
eines alleren und jüngeren Abschnittes der sog. Bronzezeit.

Unter den Terrakotten gehören die mit eingeriss
Linien verzierten brettförmigen Gebilde wie IS. 11,1 und <•,
ihrer ursprünglichen Entstehung nach, der ersteren Klasse
an. Diese primitivsten Formen sind aber auch in der
jüngeren Epoche der Bronzezeit weitergeführt, wie .\ 1>.
ein Stück vom Typus I S. it.4 (Journal of hell. stud.
[897 S. 136 Fig. il in einem Grabe der zweiten Klasse
gefunden ist und ebenso die ihrer Art nach verwandten
sog. ^startefiguren vom Typus I S. 18,4.5 mt,r und an
anderen Fundstellen zusammen mit bemalten cyprischen
und jungmykenischen Vasen vorkommen (vgl. B.
Ohnefalsch-Richter S. 37 Tal. CLXX1I. Murray, Smith,
Walters. Excavations in Cyprus S. 37. Furtwflngler,
Antike Gemmen III S. 33).

Die mir bekannt gewordenen Stücke aus Hag.
Paraskewi sind an folgenden Stellen verzeichnet: IS. ii,i
1.3.4.6A (dazu weitere bei Ohnefalsch-Richter Taf. XXXVI
2. 9 und S. .-771. S. 18,4c sf. (dazu Ohnefalsch-Richtcr
S. 37), S. [9,4tg.6Anm. - -Wenn die l S. 12,8 wieder.
gegebene Gruppe aus Hag. Paraskewi stammt, -
sie wohl einem <\c\- jüngsten Gräber dieser V
angeboren.
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