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Kekulé von Stradonitz, Reinhard   [Hrsg.]; Winter, Franz   [Bearb.]
Die antiken Terrakotten (Band III): Die Typen der figürlichen Terrakotten — Berlin u.a., 1903

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DIE FUNDSTEU EN.

S 29, ■ G ist irrtümlich als aus Catanzaro selbsi stammend zur Aufdeckung einer Nckropole „di caratterc puramentc
angegeben, der Fundort ist nicht bekannt italico" geführt, die dem achten bis siebenten Jahrhunden

i Gräberfunden bei Amatello (com. Gizzeria) zugewiesen und der ersten Periode der Nekropole von

werden Notizie 1891 S. 345 Kupfermünzen und „qualche
figurine di terracotta" genannt.

KROTON.

über Funde ausGftrone ist Notizie degli seavi 1897

S. 347 ff berichtet; S ;-i Fig. 13 ist die im Typcn-

■ li s. 392,4Anm. angeführte Figur eines auf einem

Schlauch sitzenden Sileu abgebildet. Ausserdem werden
Kastenreliefs von der An der sieiiischen, die Kekule S -17
zusammengestelll hat, erwähnt.

STRONOOLl.

Die von hier bekannt gewordenen Antiken stammen
aus ^.kv Nahe des heutigen (Ines von „contrada le Pianette".
Das früher gefundene, darunter „moltissimi oggetti ßguüni",
ist nach Notizie degü seavi 1880 S. 68 von [gnazio Giuntä
gesammelt und von Domentco Marincola Pistoia in einer
1867 erschienenen Schrift veröffentlicht. Von neueren
Funden sind 1879 an Terrakotten ein weiblicher Kopf
natürlicher Grosso, ein kleinerer weiblicher Kopl und eine
Maske (Notizie 1880 S, 711. ferner zwei weibliche Köpfe
und eine weibliche Figur ohne Kopl (Notizie iss" S, 163
und tS86 S. 171) hinzugekommen.

SYBARIS.

Aus Grabungen bei Serra di Polinara wird Notizie
dcgli seavi 1^-70 S 50 und :.|S der Fund eines oten
durchbohrten, also wohl als Protome aufzufassenden,
archaischen weiblichen Terrakottakopfes erwähnt, der als
ahnlich den Terrakotten .ms Megara Hyblaea, Syrakus,
Selinus bezeichnet wird. Ebenda S. 252 und iss,,S, 153
ist von Grabungen in der Nekropole bei Caccia di Favellu,
nahe dem Timpone Paladino berichtet, es wurden

Scherben rotfiguriger attischer \'asen des fünften Jahr-
liundens und ausser anderen Kleinigkeiten auch zwei,
wie es scheint, weibliche Terrakottaköpfchen gefunden.

Die 1887 unternommenen Grabungen, über die
Pigorilli in den Notizie 1888 S. 239 ff, berichtet hat. haben

Suessulu zeitlich gleichgesetzt wird. Thonfigurcn scheinen,
wie erklärlich, in diesen Gräbern nicht gefunden zu sein

METAPONTUM.

Die von hier bekannt gewordenen Terrakotten sind
111 il denen von Tarent nächst verwandt. Sit belinden
sich alle im Museum zu Metaponi selbst, dessen Bestand
11 Winnefeld im Jahre 1891 aufgenommen hat. Er ver-
zeichnet ca, 200 Bruchstücke von „Totenmahl"darstellungen

ganz in >.kv Art der tarentinischcn.1) darunter auch ver-
einzelte Exemplare vom Typus des reuenden oder neben
dem Pferd stehenden „Heros", diese alle beim Tempel des
Apotlon Lykeios gefunden;3) ferner etwa sechzig meist ar-
chaische, /.. T. aber auch dem fünften und vierten Jahr-
hundert angehörige Köpfe, zwei archaische Silensköpfe, eine
komische Maske, eine in lebhafter Bewegung sitzende
nackte männliche Figur und den Torso einer ähnlichen,
sow:e die im Typenkatalog an folgenden Stellen ange-
führten Stücke: IS. 103,4(1.7. 131,3A. 132,1X001.
8 . II S 19,6m. 30, >B

1 1:.

Iv

GALLICCHIO.

Nach Notizie 1901 S. 269 sind kürzlich in der
Gegend von Gallicchio (nahe dem Russe Agri) Funde
gemacht worden, darunter Münzen von Metapont,
Heraklea, Thurii, Kroton, Tarent, und Thonfigürchen, die

als identisch mit denen von Metapont \md Heraklea an-
gegeben werden.

»i Vgl. Bull, dell1 insi K - ■ ■
S, 103 Lcnormant, La Grande-Grece III S. 111 f. Potrier, Les
■ ■ i . . 1 opografia e storia di

S aur aus Petersens Anzeige R

1891 S 36a it. bekannt .

. werden vermutlich auch die Übrig
. . .■■■:;: finde ich es bei Winn«

fllr die IS, r3i,jA und 13a, lAnm. angeführten weiblichei
die Übrigens in Jen vorliegenden Zeichnungen strenger und
Aus neueren Funden beim
1 1 N 1 .. S l'.s „una piecola testa fittile" an-

geführt.

CALABR1EN.

TARENT.

Das mittelalterliche Tarent. die heutige Altstadt,

nimmt die Stelle vier antiken AkropoÜS au! der das
Mare piecola vom Marc grande trennenden Insel ein.
Die Stadl hat sich im Altertum über die flache des im

Südosten anschliessenden Vorsprunges des Festlandes
ausgedehni und hiei ist seit 1879 die heutige Neustadt,
der Borgo nuovo, entstanden. Durch die Bauarbeiten ist
vlei Boden aul weile Strecken hin geöffnci worden und
hat in unzähligen Mengen von Altertümern, unter denen

die Terrakotten vi

.vtegen.

die reiche Hinterlassenschaft
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