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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

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Hilfe zur Ikonographischen Suche

Diese Suchmaschine ermöglicht Ihnen die gezielte Suche innerhalb der 27 oberdeutschen Handschriften aus

  • der elsässischen Werkstatt von 1418,
  • der Werkstatt des Diebold Lauber und
  • der Werkstatt des Ludwig Henfflin.

Gesucht werden kann nach kunsthistorischen Sachverhalten formaler und inhaltlicher Art.

Screenshot Eingabeformular für ICONCLASS-SucheDazu stehen Ihnen insgesamt sieben miteinander kombinierbare Suchfelder zur Verfügung. In der automatisch voreingestellten Suchmaske sind fünf dieser Felder formalen Suchkriterien vorbehalten. Sie können jedoch bei den ersten vier durch Pulldown-Menüs weitere Suchkriterien inhaltlicher Art (Bildtitel, ICONCLASS-Notationen, ICONCLASS-Erläuterungen) einstellen.

Mit Hilfe der drei unteren Felder können Sie die Recherche durch die Auswahl weiterer Kriterien wie „Bildtypus“ und „Signatur“ einschränken. Die in diesem Bereich vorgegebene Einstellung („keine Einschränkung“) ermöglicht die Suche in allen Bildtypen und allen erschlossenen Codices.

Sollten Sie nur einen bestimmten Bildtyp oder Illustrationen aus einer einzelnen Handschrift suchen, so ist die durch entsprechendes Einstellen der Suchkriterien in den Pulldown-Menüs möglich. Die Angaben der Pulldown-Menüs orientieren sich dabei in der Regel an den Gegebenheiten der oberdeutschen Handschriften. Die hier verwendeten kunsthistorische Fachbegriffe werden im Glossar erläutert.

Alle sieben Suchkategorien lassen sich durch die Operatoren „und“ bzw. „oder“ miteinander verknüpfen. Ihre Suche läßt sich dadurch beliebig ausweiten oder einschränken.

Suche nach Bildinhalten und Bildmotiven

Für die Suche nach Bildinhalten und Bildmotiven erzielen Sie die höchste Trefferquote mit Hilfe des Suchfeldes „Ikonographie (Freitext)“, denn hierbei werden gleichzeitig die Daten mehrerer Beschreibungskategorien berücksichtigt.

Sie haben hierbei die Möglichkeit Ihre Suchbegriffe mit Hilfe eines Asteriskus (*) zu trunkieren. Der mit einem Stern versehene Begriff „Engel*“ etwa ermöglicht Ihnen nicht nur das Auffinden von Darstellungen einzelner Engel, sondern auch von Engelgruppen oder das Aufspüren von zusammengesetzten Worten, in denen der Begriff „Engel-“ vorkommt wie z. B. „Engelsköpfchen“. Dementsprechend findet ein Suchbegriff, dessen Anfang trunkiert wurde, wie „*graf“ auch „Burg- oder Markgraf“, also zusammengesetzte Begriffe deren Anfang offengelassen wird. Diese Regel gilt für alle Suchfelder und -Kategorien.

Die Beschreibungen der Bildinhalte und -Motive orientiert sich an von MIDAS vorgegebenen Regeln und an einer von ICONCLASS normierten Begrifflichkeit. Manchmal ist es deshalb sinnvoll, für die Suche Synonyma oder Oberbegriffe zu verwenden – etwa statt „erläutern“ bzw. „erklären“ auch „sprechen“, oder die Suche nach „Hut“ durch „Kopfbedeckung“ zu erweitern bzw. eine zweite nach „Kopfbedeckung“ zu ergänzen. Gelegentlich hilft die Kombination von substantivischen und verbalen Suchbegriffen, z. B. „beten“ und „Gebet“.

Generell sollte jedoch in jedem Suchfeld nur ein Begriff stehen. Möchten Sie nach zwei oder mehr Begriffen suchen, verwenden Sie bitte für jeden Begriff ein Extra-Feld, indem Sie die Voreinstellungen via Pulldown-Menü entsprechen ändern.

Das ikonographische Klassifizierungssystem ICONCLASS geht ferner häufig von der reinen Motivik der dargestellten Sachverhalte aus. D. h. beschrieben wird beispielsweise zunächst nur die Hand- und Fingerhaltung einer Person etwa die Geste „erhobener und zusammengelegter Zeige- und Mittelfinger“. Erst anschließend erfolgt die Zuweisung der damit verbundenen Bedeutung wie „segnen“. Deshalb wird eine Suche nach kunsthistorischen Termini wie „Oranten-“, „Rede-“ oder „Segensgestus“ nur selten erfolgreich sein. In diesen Fällen empfiehlt sich die Suche nach der gewünschten Körper- bzw. Handhaltung einerseits verknüpft mit derjenigen nach der implizierten Bedeutung andererseits.

Sie können die inhaltliche Suche aber auch einschränken, indem sie gezielt nach Begriffen des Bildtitels suchen, etwa um von vorneherein sekundär, im Hintergrund Dargestelltes aus Ihrer Suche herauszufiltern.

Sollten Sie mit dem Klassifizierungssytem ICONCLASS vertraut sein, empfiehlt sich ferner, die Recherche auf die Felder ICONCLASS-Erläuterungen und ICONCLASS-Notationen zu beschränken. Auf diese Weise kann mit der hierarchischen Ordnung des Klassifikationssystems gearbeitet werden.

Indem etwa die Notation „45 C 13“ eingegeben wird, lassen sich sämtliche der in den Illustrationen abgebildeten Hieb- und Stichwaffen vom Dolch bis zum Krummschwert ermitteln. Die Recherche mit „45 C 1“ wird analog alle Waffen ergeben.

Durch die Verwendung von ICONCLASS ist außerdem in einigen Einzelfällen die Recherche mit englischen Fachtermini möglich, da das System sogenannte „auxilliaries“ zur Erläuterung zuläßt. Diese Option ist in den Suchfeldern „Ikonographie (Freitext)“, „ICONCLASS-Notationen“ und „ICONCLASS-Erläuterungen“ zulässig.

Screenshot Eingabeformular für ICONCLASS-SucheFerner besteht die Möglichkeit, dies Suche auf bestimmte voreingestellte ikonographische Bildtypen wie „Autorenbild“ zu beschränken. Hierfür ist das mittlere der drei unteren Suchfelder vorgesehen. Anhand eines Pulldown-Menüs lassen sich verschiedene ikonographischen Bildtypen recherchieren. Die voreingestellte Auswahl orientiert sich an den Gegebenheiten der oberdeutschen Handschriften. Eine Erläuterung der kunsthistorischen Fachtermini finden Sie im Glossar.

Stilistische und formale Suchinhalte

Mit Hilfe des Suchfeldes „Werkstatt“ können Sie sich z. B. alle Handschriften einer der drei Werkstätten anzeigen lassen.

Mit „Künstler“ lassen sich analog alle Darstellungen eines bestimmten Illustrators herausfinden. Da die in den drei Werkstätten tätigen Zeichner und Maler jedoch in der Regel mit Notnamen belegt wurden, die sich am Alphabet orientieren, ist es sinnvoll die Suche nach einem bestimmten Künstler durch die Auswahl der jeweiligen Werkstatt einzuschränken. Einen „Zeichner A“genannten Illustrator gab es z. B. in allen drei Werkstätten. Eine sinnvolle Suche nach Werken des Zeichners A aus der Henfflin-Werkstatt müßte demnach wie folgt aussehen. Screenshot Eingabeformular für ICONCLASS-Suche

Da in der Sekundärliteratur die Künstler einmal als Zeichner ein anderes Mal als Maler klassifiziert werden, empfiehlt sich auch hier die kombinierte Suche mit beiden Begriffen.

Unter der Option „Ornamentik“werden Ihnen ornamentale Details wie Initialen, Initialzierseiten, Fleuronné und ähnliches angezeigt. Auch hier empfiehlt sich das Trunkieren der Suchbegriffe mit einem Asterix „*“. So wird der mit einem Stern versehene Begriff „Initial*“mehr Treffer erbringen als die bloße Suche nach „Initiale“oder „Initialen“.

Screenshot Eingabeformular für ICONCLASS-SucheMittels des Feldes „Formaler Bildtypus“ lassen sich in formaler Hinsicht kunsthistorische fest definierte Darstellungsformen ermitteln, die Aufschluß über die verwendeten Illustrationsweisen geben. Die voreingestellte Auswahl orientiert sich an Gegebenheiten, wie sie in den oberdeutschen Handschriftenvorkommen. Definitionen der im Pulldown-Menü anwählbaren Begriffe sind im Glossar zu finden.

Das unterste Feld ermöglicht Ihnen Ihre Suche auf eine bestimmte Handschrift einzuschränken. Bitte wählen Sie im Pulldown-Menü die entsprechende Signatur an. Zugleich verrät Ihnen die angezeigte Auswahl, welche Handschriften bereits kunsthistorisch erschlossen sind.

Hinweis Zur ikonographischen Suche

© Ulrike Spyra, Maria Effinger, Universitätsbibliothek Heidelberg, 11/2008