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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Funktionalität

1. Technik

Die Produktion und Präsentation der Digitalisate erfolgt über das in Heidelberg entwickelte Workflowprogramm DWork. Dabei werden bei der Digitalisierung und der Internetpräsentation die derzeit gültigen Standards (z.B. METS/MODS), die auch in der aktuellen Fassung der „Praxisregeln Digitalisierung“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) dokumentiert sind oder die sich als Austauschformat etabliert haben (z.B. IIIF), eingehalten. So werden die Digitalisate über eine übersichtliche und schnell nachvollziehbare Oberfläche weltweit frei zugänglich angeboten. Über DOIs (Digital Object Identifier) ist das Zitieren ganzer Bände oder einzelner Seiten möglich und ein digitales Inhaltsverzeichnis erlaubt den schnellen Zugriff auf Einzelabschnitte. Die Bände stehen als PDF-Download zur Verfügung, eine bequeme Nutzung auch auf mobilen Geräten ist dank Responsive Design möglich.

2. Editionsmodul

Dem digitalen Faksimile wird die Transkription sowie ein editorischer Fußnotenapparat (Anmerkungen) zur Seite gestellt. Technische Basis für das Editionsmodul ist die XML-Datenbank eXist. Die Transkriptions- und Editionsvorlagen wurden in das XML-basierte TEI-Format (Text Encoding Initiative) überführt.

Um die Transkription einer einzelnen Handschriften anzuzeigen, wählen Sie die entsprechende Handschrift in der Handschriftenübersicht und blättern Sie im Digitalisat im aktivierten Reiter „Transkription“ oder stellen Sie die Transkription im aktivierten Reiter „Faksimile“ direkt neben das Digitalisat der ausgewählten Seite.

Optionen für die Textdarstellung der Transkription

  • Nummernanzeige

    Zeilen: Physische Zeilen der gewählten Handschriftenseite werden jeweils pro Spalte am linken Textrand durchnummeriert.

    keine: Es wird keine Zeilennummerierung angezeigt.

  • Abkürzungen

    beibehalten: Abgekürzte Wörter werden in möglichst handschriftengetreuer Schreibweise wiedergegeben und mit feiner Unterpungierung gekennzeichnet. Beim Anklicken erscheint ein Infofenster mit der Auflösung. Falls mehrere Auflösungsvarianten möglich sind, werden sie im Infofenster angegeben.

    auflösen: Abkürzungen in abgekürzten Wörtern werden aufgelöst und aufgelöste Wortsegmente kursiv dargestellt. Ein Infofenster informiert beim Anklicken über die ursprüngliche Schreibweise. Falls mehrere Auflösungsvarianten möglich sind, wird nur eine im Text angezeigt und das anklickbare Gabelungssymbol deutet das Vorhandensein von weiteren Möglichkeiten an. Diese werden im Infofenster angezeigt.

    nur auflösen: Abkürzungen in abgekürzten Wörtern werden aufgelöst und nicht weiter gekennzeichnet. Falls mehrere Auflösungsvarianten möglich sind, werden sie – jeweils durch einen Schrägstrich getrennt – nacheinander ausgegeben.

  • Buchstabenformen

    differenzieren: Falls bei der Transkription bei einzelnen Buchstaben unterschiedliche Formen differenziert wurden (z.B. rundes und gerades r, i mit und ohne Punkt), werden sie differenziert angezeigt.

    vereinheitlichen: Eventuell differenziert transkribierte Buchstabenformen werden vereinheitlicht.

  • Interpunktion

    anzeigen: Alle Interpunktionszeichen werden angezeigt.

    nicht anzeigen: Interpunktionszeichen werden ausgeblendet.

    nur Original: Es werden nur die originalen Interpunktionszeichen angezeigt.

    nur Editor: Es werden nur die Interpunktionszeichen des Editors angezeigt.

  • Spaltenanzeige

    ja: Bei zweispaltig geschriebenen Handschriften werden beide Textspalten nebeneinander gesetzt.

    nein: Bei zweispaltig geschriebenen Handschriften werden beide Textspalten untereinander ausgegeben.

3. Synopse (Leuchtpultfunktion)

Das Editionsmodul erlaubt es nicht nur, die Transkriptionen direkt neben dem digitalen Faksimile anzuzeigen sondern auch verschiedene Textzeugen parallel nebeneinander in einer Synopse zu präsentieren. Dazu können einzelne Kapitel ausgewählt und die gewünschten Textzeugen zugeschaltet und in beliebiger Reihenfolge in zwei Ebenen positioniert und anschließend miteinander verglichen werden. Bereits aus der Übersicht ist zu erkennen, in welchen Textzeugen das gesuchte Kapitel enthalten bzw. nicht enthalten ist. Die so erzeugten Zusammenstellungen/Sichten können dann für die eigene Nutzung persistent gespeichert oder mit anderen über eine dedizierte URL geteilt werden (Button „Ansicht teilen“).

4. Volltextsuche

Aktuell ist es möglich, innerhalb der Transkriptionen der Handschriften (auch nach Abkürzungen und deren Auflösung) zu suchen. Eine Phrasensuche über (aufgelöste) Abkürzungen hinweg ist in Vorbereitung. Innerhalb der Fußnoten kann gesondert gesucht werden.

5. Annotationen

Die Digitalisate der Handschriften können darüber hinaus annotiert werden. Jede Annotation, die über ein komfortables Webeingabeformular angebracht werden kann, ist mit dem Namen ihres Urhebers versehen, und ist eindeutig referenzierbar und damit zitierfähig. Korrekturen sind über eine Versionierung möglich, so dass jederzeit frühere Versionen einsehbar sind. Als Datenmodell für die Applikation fungiert das „Open Annotation Collaboration Model (OAC Model)”. Die entsprechenden Textzonen im digitalen Faksimile können über frei zeichenbare Polygone referenziert werden. Über die Annotationen können so auch semantische Verknüpfungen auf externe Objekte erstellt werden.