Schulz, Hugo [Oth.]; Conradus <de Megenberg> [Oth.]
Das Buch der Natur: die erste Naturgeschichte in deutscher Sprache — Greifswald, 1897

Page: 218
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lege und darin aufhebe, und ein Stück Gold in einen tiefen Brunnen
gefallen sei, so ziehe das Stück Fisch das Gold aus dem Brunnen
wieder heraus, wenn man es hin einhalte.

29. Von der Meerschlange.

Vipera marina heisst eine Meerschlange. Es ist ein ziemlich
kleiner Seefisch,1) wenig länger wie eine Elle. Ueber den Augen
trägt er am Kopfe ein spitziges Hörn, klein und todtbringend giftig.
Ein Mensch, der von dem Fische mit dem Hörn verwundet wird,
ist dadurch tödtlich vergiftet, und die Fischer hüten sich davor.
Denn wenn sie den Fisch gefangen haben, so köpfen sie ihn. Den
Rumpf benutzt man aber, denn er giebt eine sehr gute Speise.

1) Traehiims draco L., Petermännchen ?
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