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natürlich nur als ein unvollkommener Vertreter des frz. Textes
feiten: aber trotzdem fand ich, dass zwischen der frühen
eutschen Hs. und dem späten frz. Druck eine weit engere
textliche Verwandtschaft besteht als zwischen der frühen
englischen Hs. und der deutschen, was sich besonders
aus der Wiedergabe von Eigennamen ergab. Traten hier und
da der englische Text und der deutsche zusammen dem frz. Druck
gegenüber, so durfte ich dies darauf zurückführen, dass beide
Texte divergierend aus einer Fassung des frz. Originals her-
vorgingen, von der sich der Text des frz. Druckes — vielleicht
erst durch seine Aenderungen als Druck — an der betreffen-
den Stelle weiter entfernt hatte.
Der englische Druck'von Wynkyn de Worde 1511 weist,
wie die Varianten bei Mather S. LI ff. und unter dem Texte
zeigen, auf eine andere frz. Vorlage zurück als die engl. Hs.
Für die entsprechende englische Vorlage dieses Druckes muss
die Frage, ob Eleonore sie benutzt habe, offen bleiben; und
auch für die Festlegung des Verhältnisses zwischen dem engl.
Drucke und der erhaltenen engl. Hs. kann nur eine Einsicht in
die Varianten des frz. Romans etwas tun, welche sorgfaltiger
ist als die von Mather.
Für eine direkte Beziehung zwischen Mathers engl. Text
und der Uebersetzung Eleonorens spricht jedenfalls nichts.
7) Nach Pfeiffer, Germania 12, 5 — Mather S. XLI f. bringt
eine andere Lesart [des Druckes der Melusine von 1484 (?). Einen
solchen nennt Sehorbach, Zs. f. Bücherfr. 1, 138 ff. nicht]. „Und
ich hab auch gesehen vnd gelesen vil schöner hystori vn bucher
Es sey von künig artus.... Dar zu(o)... von Pontus"; M.
mochte dann allerdings im Zweifel sein, ob der deutsche oder
der frz. Pontus gemeint sei; daher auch war 1466, das Datum
von G, für ihn der terminus ad quem.
8) ZsfdA 6, 60: Von wenden wilhalbm
Auch Pantes Goloes
der Zwaier Püecher Galbm
gehört Jch nie.
Goette aaO. S. 96 liest Pantes Golees und bessert, wie er
sagt, mit Scherer, [doch wohl QF 21, S. 18?] vorn S. 66 in
Pantes Galeies; doch liest Scherer aaO. Pontes Galeies. Püterich
meinte gewiss Pontes Galoes (vgl. z. B. Galoes Parz. 134, **). An
Galicien wird er schwerlich gedacht haben.
») Nach Strauch ebenda wäre cod. pal. 142 [H], also eine
Hs, der andern Uebersetzung, B, zum Pontusbuche Mechthüds
natürlich nur als ein unvollkommener Vertreter des frz. Textes
feiten: aber trotzdem fand ich, dass zwischen der frühen
eutschen Hs. und dem späten frz. Druck eine weit engere
textliche Verwandtschaft besteht als zwischen der frühen
englischen Hs. und der deutschen, was sich besonders
aus der Wiedergabe von Eigennamen ergab. Traten hier und
da der englische Text und der deutsche zusammen dem frz. Druck
gegenüber, so durfte ich dies darauf zurückführen, dass beide
Texte divergierend aus einer Fassung des frz. Originals her-
vorgingen, von der sich der Text des frz. Druckes — vielleicht
erst durch seine Aenderungen als Druck — an der betreffen-
den Stelle weiter entfernt hatte.
Der englische Druck'von Wynkyn de Worde 1511 weist,
wie die Varianten bei Mather S. LI ff. und unter dem Texte
zeigen, auf eine andere frz. Vorlage zurück als die engl. Hs.
Für die entsprechende englische Vorlage dieses Druckes muss
die Frage, ob Eleonore sie benutzt habe, offen bleiben; und
auch für die Festlegung des Verhältnisses zwischen dem engl.
Drucke und der erhaltenen engl. Hs. kann nur eine Einsicht in
die Varianten des frz. Romans etwas tun, welche sorgfaltiger
ist als die von Mather.
Für eine direkte Beziehung zwischen Mathers engl. Text
und der Uebersetzung Eleonorens spricht jedenfalls nichts.
7) Nach Pfeiffer, Germania 12, 5 — Mather S. XLI f. bringt
eine andere Lesart [des Druckes der Melusine von 1484 (?). Einen
solchen nennt Sehorbach, Zs. f. Bücherfr. 1, 138 ff. nicht]. „Und
ich hab auch gesehen vnd gelesen vil schöner hystori vn bucher
Es sey von künig artus.... Dar zu(o)... von Pontus"; M.
mochte dann allerdings im Zweifel sein, ob der deutsche oder
der frz. Pontus gemeint sei; daher auch war 1466, das Datum
von G, für ihn der terminus ad quem.
8) ZsfdA 6, 60: Von wenden wilhalbm
Auch Pantes Goloes
der Zwaier Püecher Galbm
gehört Jch nie.
Goette aaO. S. 96 liest Pantes Golees und bessert, wie er
sagt, mit Scherer, [doch wohl QF 21, S. 18?] vorn S. 66 in
Pantes Galeies; doch liest Scherer aaO. Pontes Galeies. Püterich
meinte gewiss Pontes Galoes (vgl. z. B. Galoes Parz. 134, **). An
Galicien wird er schwerlich gedacht haben.
») Nach Strauch ebenda wäre cod. pal. 142 [H], also eine
Hs, der andern Uebersetzung, B, zum Pontusbuche Mechthüds



