Zupitza, Julius [Editor]
Dietrichs Abenteuer von Albrecht von Kemenaten nebst den Bruchstücken von Dietrich und Wenezlan (Deutsches Heldenbuch, fünfter Teil) — Berlin, 1870

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290 ANMERKUNGEN

35, Iff', tvas L gibt, kann nicht richtig sein, es kann nicht plötzlich heissen phi
im und siaem künne in dem 10. verse, wenn der siebente und achte lautet wan daz
ich gar verwâzen sì, daz ich dir gap die brünne. denn im muss unbedingt auf das
subjekt in den vorhergehenden sätzen gehen, ich bin in meiner änderung zum teil a
und s gefolgt, welche die lesartgeben: man sprichet, das (spricht, das er s) verfluchet
sei, der dir ie gab die prinnen und das nit rosses ist dabei, man vgl. auch d der
muss unsellig seine der dir doch gab die guten prün.

41, 10 gesàn ist loohl gerechtfertigt durch slàn = »Iahen 198, 9 im reime.

46, 4 durch ein versehen ist unter dem texte nicht angegeben, dass auch hier die
hs. sitten hat.

58,7gênt mir der erdein mfnenmunts. IVaekernagelin Haupts Zeitschrift 6,288,/.

58, 8 wan durch die gotes ère. vgl. 59, If. du sage mir rehte dinen namen
wan durch din selbes ère. 157, 2.3 nu sage mir, küneginne rich, wan durch din
selber ère.

58, 13 Ecke kümmert sich nicht um Helfei'ichs bitten; denn weder gibt er ihm
erde in den mund noch hört er auf ihn zu fragen, das erste unterlässt er wohl in
folge der vergesslichkeit des dichters. a und s haben eine strophe, in der Ecke jenes
thut, interpoliert.

60, 5 ff', so küenen man — ze solcher lenge 'einen so kühnen und zugleich so
grossen mann'.

60,9f. ich weiss nicht recht, wie, diese beiden verse zu verstehen sind, ob tat soviel
ist, wie sonst getât, oder ob vielleicht manheit genitiv ist abhängig von voi gestòzen.

70, 12 der plural msene ist höchst auffällig, vielleicht ist zu schreiben als man
zwei volmaene.

71, 6 dûhte zu V. 97, 4.

77, 1 ff. es ist zu beachten, dass Ecke sich nicht eben streng an das hält, was er
von der königin Seburg über die waffen erfahren, vgl. zu V. 420.

80, 2 Einsahs unterm text ist Müllenhoffs Vermutung, vgl. HS 43. 57.

88, 9 f. der herren tücke bewist du mich und wilt dich selber swachen 'wie her-
ren sichbenehmen sollen,belehr st du mich (13,5 f.) und erniedrigst dich ja doch selbst'.

93, 4 bônît. da fr. bonnet ursprünglich der name eines Stoffes {Diez, wört. I2,
74), könnte es wohl auch noch eine andere bedeutung gehabt haben, als heute, eine
kopfbedeckung aber ist hier ganz unmöglich, die ps. hat (k. 99) 'en }>ò vil ec segja
per àrfr af fègyrdli mìnom. bar ero ì XII pund af raudo gulli'. wer ändern
wollte, könnte vielleicht an pfunc denken: gr. 3, 449.

94, 2 gelenket verstehe ich nicht.

115, 2 er vrâgte: Ecke antwortet auf diese fragten nicht.

117, 8 leigen: Haupt zu Neidhart 6, 22.

118, 2 ich tuoB dir noch vil lange zit könnte allenfalls heissen 'ich werde dir
noch langeweile verursachen"', doch ist wohl, wie ich unter dem texte vorgeschlagen
habe, dir in dirz zu verwandeln, gr. 4, 337.

118, 11^". zwei gedanken sind zu einem 'ganzen verschmolzen: 1) der èren
mac iu niht geschehen, daz ir mich in lebenden bringet und 2) si mügen mich niht
sehen, irn bringet mich in toten.

120, 3 wer sol dich vlêhen? ich werde dich nicht mehr bitten, mir zu den köni-
ginnen zu folgen, sondern werde dich dazu zwingen.

121, 9. 10 swaz—daz 'so weit als\

r_ 123, 11. wie hier, so ist auch Nbl. 403, If. end iu müeste jehen Günther min
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