Ackermann, Jacob Fidelis
Der Scheintod und das Rettungsverfahren: Ein chrimiatrischer Versuch — Frankfurt am Main, 1804

Page: 186
DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/ackermann1804a/0211
License: Public Domain Mark Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
i86

stofsenem Schwefel zu gleichen Theilen zu
vermischen.

Es ist bekannt, wie sehr diese Mischung
sich an der Luft oxydirt, und also zu erwar-
ten , dafs sie das Gas der Oberfläche der Haut
in vollen Strömen zuführen wird. Man
müfste aber, wenn man sich dieses Eisen-
schwefelbettes bedienen wollte, jedes Pulver
für sich erwärmen, nachher untereinander
mischen, und zuletzt den Körper damit einige
Linien hoch bedecken.

Man hat noch andere auf die Haut ange-
brachte Körper wirksam gefunden zu haben
geglaubt, und ihnen wiederbelebende Kräfte
zugeschrieben . Frische Tabaksblätter sollen
die Wiederkehr ins Leben bewirkt haben.
Es ist gewifs, dafs alle Blätter als Organe, die
dem innern Organismus der Vegetabilien das
Sauerstoffgas zuführen, wenn sie frisch von
dem Stamme getrennt, und der scheintode
Körper damit bedeckt wird, fortfahren ihr
Geschäft zu verrichten, und sofort auch der
Hautöberfläche dieses belebende Gas zuführen
werden: allein dieses kann man nur im.
frischen Zustande von denselben erwarten,
und sie werden eben so nachtheilig werden,
loading ...