Ackermann, Jacob Fidelis
Die Gall'sche Hirn- Schedel- und Organenlehre: vom Gesichtspunkte der Erfahrung aus beurtheilt und widerlegt — Heidelberg, 1806

Page: 177
DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/ackermann1806/0185
License: Public Domain Mark Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
- »7? -

.§• 156.

4) Das Organ des Farbensinnes»

Im Boden des Au?es wird ein Farbenbilct
gemahlt. Dieses Bild wird aber nicht dem See-
lenorgan dargestellt, sondern die Nervenfädett
der Netzhaut nehmen es auf, und hier ist dann jede
Farbe nichts anders als Gröfse der Bewegung
in jedem einzelnen Faden, und in dem Sehhü-
gel Stärke des Eindrucks: je bes'immter dahet
diese Eindrücke nebeneinander stehen , desto
deutlicher ist die Apperception der Farben. Der
Farbensinn ist also in dem Sihneshügel, und die
Bedingungen, unter denen er wird, sind ein
gutes achromatisches Auge, ein mittlerer Grad
von Empfindlichkeit des Sehnerven ■, und ein.
richtiges Auseinanderlegen der einzelnen Fäden
defselben zwischen die graue Substanz dei?
SehhügeL

$• *57«

5) Das Organ des Ton sinn es.

Es ist unbegreiflich, wie Hr. Dr. Gall diese*
Organ an dieStirne verlegen konnte, da esdoch ganz
Vom Ohre und der Ausbreitung des Hörnerven

12
loading ...