Die angenehmen Zeitvertreibe, in den Erzählungen des Herrn von Adelsberg — Frankfurt am Main, 1767 [VD18 14316323]

Seite: 162
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in ihren prächtigsten Lobsprüchen, tiefsten AntLr-
suchungen und edelsten Erhebungen Gesellschaft
Leisten, und ihre alsdann verherrlichten Kräfte
in der Freude, des seligmachenden Anschauens
weiden wird!
Wie weit und fremd sind doch die gemeinen
Begriffe von der wahren Glückseligkeit! Wie
unsinnig und doch die Höflinge der Zeit, daß.sie
keine Süßigkeit in der Quelle der Ve.rgnügun-
gen. schmecken, an einer unendlichen Schönheit
keine Reizungen einsehen, und in der Gleichheit
mir ihrem Schöpfer keine Ehre finden können!
^keinen Ruhm, keine Größe, wenn sie allen den
Glanz und Pracht einer glänzenden Welt nut
Füssen treten! -keineMückseligkeit, keinVergnü-
gen, wenn sie auf den Gränzen einer unsterbli-
chen Seligkeit gehen. Ist es nicht angenehm,
mit unserm Schöpfer in Friede zu stehen, und
dem höchstewWesen, so uns zuerst gebeber bat,
unterworfen zu seyp? Ist es nicht angenehm,
Hie Waffen, des Aufruhrs weg zu werfen/ und
in die Arme der göttlichen Vergebung zu laufen ?
Ist es nicht angenehm, einen erzürnten Richter
in einen, freundschaftlichen Wrsprach verwandelt
und den ewigen Thron, der, nichts als Donner
und Blitze und verzehrendes Feuep., Schrecken
-und rächenden Grimm,von sich schicket, durch
. die Stimme des erstaunlichen Opftrs unmdkch
desämiget und versöhnt zuMen ? Was für ein
wahres und gründliches Vergnügen, wa^ für
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