Adelung, Friedrich von; Mayerberg, Augustin von
Augustin Freiherr von Meyerberg und seine Reise nach Russland: Nebst Einer Von Ihm auf dieser Reise veranstalteten Sammlung von Ansichten, Gebräuchen, Bildnissen u.s.w. (Band 1) — [S.l.], 1827

Seite: 81
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Kerzen, die sich in einem nach unten spitz zulau-
fenden und künstlich verzierten, hohen Behältnisse Be-
finden
%5) Die frühem Zare trugen beständig einen lan-
gen elfenbeinernen Stab in der Hand. So sieht man z.B.
den Zar ^fzeAzzz^ F?or?orozr'zh\fc/z in den erwähnten
Abbildungen der Festlichkeiten bey seiner Vermählung.
Dieser Stab gehörte zu den Krönungs-Regalien. Fe-
fre/'zzr sagt bey der Beschreibung der Krönung eines
Grossisten, S. 5%!. "Desgleichen wird ihm auch ein
"Stab gebracht von Einhorn, an beiden Enden mit gros-
sen Edelsteinen versetzet, welchen er in die Hand nimpt,
Hauff dass ihm nun nichts mehr mangeln soll, was zu
neiner Königlichen, Grossfürstlichen, Majestätischen
"Hoheit gebührt und dienet.« — Bey einer Audienz
die Dzzzzi Przzz^z. vozz Pzzcc%zzzz an dem Hofe Pzzzzzz
ZPizjjzT/'gzricA Ghorjen hatte, trug der älteste
Sohn des Grossfürsten diesen Stab. (Moscoviae Ortus
etc. p. 188.) Als den beiden jungen Gross-
fürsten Peazz und Pe^er ^Fe?c<yezeirA vorgestellt wur-
de, hielten sie beide "anstatt der Zepter, lange gol-
" dene Stäbe, wie ein Bischofstab zu Ende umbgelegt
"und brumm auf demselben.« Ein solcher St^b des
Grossfiirsten Afzciz/uzeizA befindet sich übri-
gens noch jetzt in dem sogenannten Schatze im Kreml
zu Moskau. Er ist von Gold und Emaille,' mit Sma-
ragden und Bubinen bedeckt, hat 6 Fuss in der Länge
und auf der Spitze eine Lilie und ein Kreuz.
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