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Königliche Akademie der Bildenden Künste und Mechanischen Wissenschaften zu Berlin
Beschreibung der Mahlereien, Bildhauerarbeiten, Kupferstiche und anderer Kunstsachen, welche von der Königlichen Akademie der Bildenden Künste und Mechanischen Wissenschaften in den Zimmern der Akademie über dem Königl. Marstalle auf der Neustadt ... öffentlich ausgestellt sind — 1789

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ZI

zurückbiegt, um noch mit dem äußersten Rande
die fallenden Thautropfen aufzufassen, so bezeichnet
auch die Vase durch sich selbst ihre Bestimmung,
und wird eben durch diese Bezeichnung schön.
Die aufbewahrende Vase wird sich später und
enger unter ihrem äußersten Rande zusammenzie,
hen; Die schöpfende wird sich kaum merklich un-
ter ihrem Rande in sich selber schmiegen; bei der
darreichenden wird ihre Erweiterung nach dem
Rande zu durch gar keine Einziehung unter,
brochen werden. Die verschließende nähert sich
so wie die Likks Laclfiica bei den Alten, deren
Name ihre Form bezeichnet, schon mehr der Form
des Kastens, indem sie unten und oben gleich
weit, unmittelbar vom Boden cylindrisch in die
Höhe steigt.
In einer solchen (Ma Larrea wovon sich
unter den Kunstwerken der Königlichen Porzellän,
fabrik zwei Nachahmungen befinden, wurden die
zu den geheimnißvollen Ceremonien bei den Orgy,
scheu Festen erforderlichen Sachen aufbewahrt.
Auf dem Deckel steht ein Ringer mir einer Ringe,
rin nach spartanischer Sitte. Und selbst die Füße
und Verzierungen des Gefäßes sind bedeutend,
und scheinen auf Natur, Verschwiegenheit, Näth,
sel und Opfer Bezug zu haben. Dies Bedeu-
tende und auf die Sache selbst Bezug habende,
wodurch jede Zierde erst ihren Werth erhält, fin,
det sich durchgängig in den schönen und simplen
D r
 
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