Universitätsbibliothek HeidelbergUniversitätsbibliothek Heidelberg
Metadaten

Winghart, Stefan [Editor]; Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege [Editor]; Institut für Denkmalpflege [Editor]; Kaspar, Fred [Oth.]; Gläntzer, Volker [Oth.]
Arbeitshefte zur Denkmalpflege in Niedersachsen: Güter, Pachthöfe und Sommersitze: Wohnen, Produktion und Freizeit zwischen Stadt und Land ; [... 23. Jahrestagung der nordwestdeutschen Hausforscher im März 2011 ...] — Hameln: Niemeyer, Heft 43.2014

DOI issue:
Güter Adeliger, Lebens- und Wirtschaftsformen
DOI article:
Michaels, Sonja: Fachwerk-Herrenhäuser des Landadels in Nordwestdeutschland: ein Beitrag zur Typologisierung
DOI Page / Citation link:
https://doi.org/10.11588/diglit.51273#0067
License: Creative Commons - Attribution - ShareAlike

DWork-Logo
Overview
Facsimile
0.5
1 cm
facsimile
Scroll
OCR fulltext
Fachwerk-Herrenhäuser des Landadels in Nordwestdeutschland

63

Obergeschoss in Fachwerk aufgeführt ist. Die Deckenbalken
des Kellers ergaben einen Entstehungszeitraum von 1691+/-
6(d) sowie eine Umbauphase von 1780(d). Freundliche
Hinweise von Dr. Volker Gläntzer, Hannover.
59 Das Gebäude ist abgebrochen worden und befand sich in
der Nähe von Haselünne. Bruch (wie Anm. 23), S. 105.
60 Das alte Herrenhaus Langelage, ein verputzter Fachwerk-
bau, der auf 1575 (d) datiert werden kann und noch heute
auf der Vorburg erhalten geblieben ist. S. hier Tabelle (Abb.
13) sowie Michaels (wie Anm. 1), Vgl. 229. Das alte Herren-
haus zu Auburg (Erdgeschoss massiv, aber mit aufgesetztem
Fachwerk-Obergeschoss) kann ebenfalls zu diesem Typus
gerechnet werden. Bruch (wie Anm. 4), S. 184-185 und
Abb. 158. Bei dem alten, abgebrochenen Herrenhaus zu
Schwegerhoff handelt es sich um einen zweistöckigen Ge-
schossbau. Vgl. auch historisches Foto bei Bruch (wie Anm.
4), S. 259 und Abb. 227.
61 Haus Althaus (zweistöckig, 1560 [d]) und Haus Hoetmar
(um 1530, zweistöckig; abgebrochen). Vgl. zu Haus Althaus
auch Eiynck (wie Anm. 17), S. 320-321 (Abb. 19-21).
62 Domäne Schieber (um 1600, abgebrochen), Oelentrup
(1659/60[d]) und Papenhausen (1665). Linde/Rügge/Stiewe
(wie Anm. 11), S. 66-67.
63 Asche (wie Anm. 51), S. 130 meint allerdings, dass drei
Querwände das Erdgeschoss zu Bakum teilten. Dies ist mei-
nes Erachtens nicht richtig, da so die beiden kleineren
Außenräume unbeheizbar wären, da nur ein Kaminblock
ursprünglich vorhanden war. Zudem weist Welpe (1645 [i])
eine frappierende Ähnlichkeit mit Bakum (um 1670) auf. -
Vermutlich zählen auch die Herbordsburg und das Steinhaus
der Dietrichsburg zu Dinklage dazu. Hier sind die Grundrisse
aus der Erbauungszeit jedoch nicht geklärt. Eine räumliche
Aufteilung mittels eines großen Kaminblockes zwischen
ebenerdiger Küche und Diele sowie einem erhöht liegenden
Wohnteil ist bei der Herbordsburg möglich, s. Michaels (wie
Anm. 1), S. 229.
64 Noch heute liegt im Raum hinter dem Nordgiebel ein gro-
ßer Rauchabzug, der in dieser Form erst nach 1899 entstan-
den sein kann. In derselben Zeit wurde sicherlich der ganze

Raum u. a. durch eine Deckenbalkenbemalung verändert.
Möglicherweise handelt es sich um die ehemalige Küche, da
nach mündlicher Auskunft in demselben Raum während
Umbauarbeiten im 20. Jahrhundert an der östlichen
Längsseite ein Zwischenboden mit Bretterverschlag gefun-
den wurde. Dieser soll eine Schlafmöglichkeit für einen
Knecht gewesen sein und lässt sich damit mit dem in der
Küche der Dietrichsburg vergleichen. S. Michaels (wie Anm.
1), S. 229.
65 Heutzutage ist rechts und links vom Kaminblock jeweils
eine Tür vorhanden, die westliche Tür ist vermutlich noch aus
der Erbauungszeit. Bemerkenswerterweise haben sich die
Funktionen der beiden Räume heutzutage just umgekehrt,
denn in dem ursprünglichen Saal befindet sich heute die
Küche. S. Michaels (wie Anm. 1), S. 229.
66 Beispiele in Ostfriesland und im Jeverland: Eberhard Pühl,
Backsteinbauten des 15. bis 17. Jahrhunderts in Ostfriesland
und Jeverland. Bürgerliche Profanbauten der Formsynthese
Spätgotik/Renaissance. Oldenburg 1979, S. 95-96. Für
Holstein: Uwe Albrecht, Burgenlandschaften. Schleswig-
Holstein. Späte Burgen und erste Herrenhäuser, in: Burgen in
Mitteleuropa. Bd. II. Stuttgart 1999, S. 114-117 (Abb. 33).
67 Ähnlich auch schon Eiynck (wie Anm. 17), S. 320-321. -
Vgl. Heinz Reif, Westfälischer Adel 1770-1860. Vom Herr-
schaftsstand zur regionalen Elite (= Kritische Studien zur
Geschichtswissenschaft Bd. 35). Göttingen 1979, S. 56 (Tab.
8 a und b) für das 18. Jahrhundert (Adelsfamilien des Müns-
terlandes).
Bildnachweise
Sonja Michaels: 1, 4-9, 13, 16-18;
Bernd Ammerich, Untere Denkmalschutzbehörde, Vechta:
2, 3;
Heimatverein Bakum, Bakum: 10, 11 (Die Abbildungen
stellte der Heimatverein über die Herren Grafe und
Ammerich freundlicherweise zur Verfügung);
Historisches Photoalbum, Privatbesitz: 12, 15;
Historische Postkarte, Privatbesitz: 14.
 
Annotationen