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Winghart, Stefan [Editor]; Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege [Editor]; Institut für Denkmalpflege [Editor]; Kaspar, Fred [Oth.]; Gläntzer, Volker [Oth.]
Arbeitshefte zur Denkmalpflege in Niedersachsen: Güter, Pachthöfe und Sommersitze: Wohnen, Produktion und Freizeit zwischen Stadt und Land ; [... 23. Jahrestagung der nordwestdeutschen Hausforscher im März 2011 ...] — Hameln: Niemeyer, Heft 43.2014

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Landgüter von Bürgern und Beamten, Lebens- und Wirtschaftsformen
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Kaspar, Fred; Barthold, Peter: Saalkammer und Torhaus: ein bürgerliches Pachtgut mit Sommerwohnungen aus der Zeit um 1590: Haus Milte bei Telgte (Kr. Warendorf)
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https://doi.org/10.11588/diglit.51273#0353
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Saalkammer und Torhaus. 349

Ein bürgerliches Pachtgut mit Sommerwohnungen aus der Zeit um 1590: Haus Milte bei Telgte (Kr. Warendorf)

und Lindenkampf. Anmerkungen zur Geschichte des Wirt-
schaftsbürgertums in Münster (1780-1888), in: Westfälische
Zeitschrift. 157. Münster 2007, S. 163-175, hier S. 167-169.
45 Die zuletzt von Franz Theodor von Olfers betriebene Bank
befand sich in dem ihm gehörenden Haus Prinzipalmarkt 3.
Die Bank wurde 1888 von der Osnabrücker Bank unter der
Bezeichnung „Münstersche Bank" übernommen und ging
wenig später in dem „Westfälischen Bankverein" auf.
46 Nach Eintritt in dieses Amt ließ er sein Elternhaus in
Münster an der Ringoldsgasse 2/3 durch den Architekten
August Reinking umfangreich umbauen und erweitern
(Karlheinz Hauke, August Reinking 1776-1819. Münster
1991, S. 288-289).
47 Hintergrund dieser komplexen Entwicklung war eine
schwierige und langwierige Erbteilung, die sich über Jahre
hinzog, da Franz Theodor von Olfers ohne Testament ver-
storben war (hierzu Reininghaus 2007, S. 170).
48 Er hatte drei Brüder: Johann Heinrich von Olfers (22. Mai
1791 Münster-22. Dezember 1855 Münster) übernahm das
elterliche Bankhaus in Münster, wurde 1835 Gründungsvor-
sitzender des Münsterschen Vereins der Kaufmannschaft,
war 1847 Mitglied des Vereinigten Landtages in Berlin und
von 1850 bis zu seinem Tode Bürgermeister in Münster (ab
Juli 1851 Oberbürgermeister). Er ließ sich 1850 westlich von
Münster bei Roxel ein eigenes Sommerhaus mit der
Bezeichnung Haus Hohenfelde errichten (die Anlage wird
heute als Hotel genutzt und ist völlig erneuert). Ignatz Franz
Josef von Olfers (1793-1872) wurde Diplomat und 1839
zum Generaldirektor der königlichen Museen in Berlin er-
nannt. Benedikt von Olfers (1800-1876) wurde ebenfalls
Jurist und war später Oberlandesgerichtspräsident in Kob-
lenz.
49 Aus dieser Ehe mit einer Schwester des Landrates Mers-
mann in Coesfeld gingen die Töchter Maria Sophie und
Maria Elisabeth hervor.
50 Er veröffentlichte 1848 bei Coppenrath in Münster
"Beiträge zur Geschichte der Verfassung und Zerstückelung
des Oberstifts Münster".
51 Ihr Vater Clemens Vonnegut (*1788) war Rendant und
Rechnungsrat in Münster und von 1821-1840 Bürgermeister
von St. Mauritz bei Münster.
52 Er war 1876 zum Gerichtsassessor ernannt worden und
erhielt 1896 den Titel Justizrat. Von 1901 bis 1905 war er
Mitglied des Magistrats der Stadt Münster und Stadtrat (zu
seinem 1964 im Haus aufgefundenen Nachlass s. LA NW,
Abt. Münster, Nachlass Goering/Haerten).
53 Sie wechselten danach auf dem Hof Biedendiek in der
Bauernschaft Versmar/Gmd. Everswinkel.
54 Durchgeführt durch Peter Barthold bei der LWL-
Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen,
Referat Bauforschung/Inventarisation am 5. Februar 2009
sowie am 19. Februar 2009 (hierbei erfolgte zugleich eine
Dokumentation von Baubefunden durch Fred Kaspar).
Auswertung der Proben durch Hans Tisje / Neu-Isenburg mit
Gutachten vom 16. Februar 2009 und vom 2. März 2009.
Für eine Untersuchung erwiesen sich nur wenige Hölzer als
geeignet, da das verbaute Holz vielfach breitringig und wohl

auf sehr feuchten Standorten gewachsen war. Die Proben
ergaben im Einzelnen folgende sichere Datierungen (leider
blieben drei weitere der untersuchten Sparren des

Kerngerüstes ohne Ergebnis):
nach 1 580 4. Dachbalken von Norden (BZ X)

Wirtschaftsgiebel, östlicher Torständer

wenig nach 1587

Winter 1719/20

2. Dachbalken von Osten (BZ XII)

um 1715
(nach 1703)
nach 1686
Winter 1831/32

Dachwerk, Nordseite, 11. Sparren von
Westen (zweitverwendet)
Dachwerk, Südseite, 11. Sparren von
Westen (zweitverwendet)
Dachwerk, Südseite, 3. Sparren von
Westen

55 Die Gebinde des Baus wurden - wohl ohne die Giebel-
wände - vom Westgiebel (Wohnende) aus mit römischen
Zahlen von I bis XIII nummeriert, wobei man die Dielenstän-
der und Kopfbänder auf der Nordseite jeweils mit Beistrich
versah. An der südlichen Traufwand sind ab Gebinde IV alle
Ständer einschließlich dem darauf ruhenden Rähm erhalten,
an der Nordwand nur etwa die Hälfte der ehemals vorhan-
denen Ständer sowie das Rähm. Von den beiden inneren
Ständerreihen blieben nur die Ständer im Gebinde IV und
der südliche Ständer des Gebindes VI erhalten. Die auf den
Wandrähmen ruhenden Dachbalken und die Sparrenpaare
sind ab Gebinde IV vollständig überliefert. Allerdings stehen
die Sparren heute nicht mehr in ihrem ursprünglichen
Verband, sondern sind sowohl im Zuge der Modernisierung
1720 wie auch um 1834 abgenommen und neu aufgestellt
worden.

56 Aus nicht bekannten Gründen lassen sich hierbei zwei
unterschiedliche Verzimmerungen nachweisen: solche mit
zweifach vernagelten längeren Kopfbändern und solche mit
einfach vernagelten kürzeren Kopfbändern.
57 Die Gestaltung des seit Langem erneuerten westlichen
Giebels ist nicht bekannt.
58 Diese Wechselbalken sind heute nicht mehr erhalten und
durch eine wohl um oder nach 1900 eingebaute Konstruk-
tion ersetzt. Diese besteht aus zwei stehenden Stühlen, de-
ren Pfetten als Unterlage für in diesem Bereich gestoßene
Zwischensparren von Nadelholz dienen.
59 Durch Zimmermeister J. Schmidt aus Münster.
60 1832 wurden auf dem Bestandsplan als lichte Breite des
südlichen neun und als Breite des nördlichen Seitenschiffes
zehn Fuß angegeben.
61 Hierauf deuten fehlende bzw. vorhandene Zapfenschlitze
für ehemals vorhandene Kopfbänder im Querverband zwi-
schen den Balken und den nicht mehr vorhandenen Stän-
derreihen hin.

62 Eine entsprechende Situation konnte in dem auch in der
Funktion vergleichbaren Vierständerhallenhaus aus der Mitte
des 17. Jahrhunderts auf Haus Kleine Getter bei Münster-
Amelsbüren nachgewiesen werden.
63 Ziegeleien des Schulzes Schwienhorst (heute Telgte,
Schwienhorst 26) bzw. des Bauern Pröbsting (heute Telgte,
Kiebitzpohl 44). Die neuen Umfassungswände wurden aus grob
abgestrichenen Backsteinen im Format 28,5 x 14 x 5,5/6 cm
 
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