Agricola, Johannes
Sibenhundert vnd Fuenfftzig Deut=scher Spruechwoertter: Mit viel schoenen lustigen vnd nutzlichen Historien vnd Exemplen erklae=ret vnd außgelegt. — [S.l.], 1558 [VD16 A 967]

Seite: 167v
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Außlegtmg Gemeiner
blütshalbenedelIst/verstand/kunst/witz/
gilt on gelt mchts.Es mag auch wol also
heissen. Er ist recht gut edel/von rechts
schafnem adel/aber also arm/Das er blute
möchr vor armut/wre wir Dan auch sonß
sagen/Ich hab keine blutigen Heller. Wert
dieLeyserlichen recht schliessen/das D blut
geben ssl/vn mit Der haut bezaien/ dermt
mit gut bezaien ka/das sie j^eMS herffen.
r^7
Zu Hofe gibt man viel hende/
vnd wenig hmtzen.
illan zeucht m dcnAerrcn Höfen dies'M
gen Herren dazu / das sie jrcr hendc mildr
seinD/vn memaD die Hand versagen. Vber
diß/ss rst es em Zeichen D vngnaden / wan
man von Hofe mchr schreibt / vnd die Hand
Hsagt.Es ist bey DenTeudrschen ein Hand-
gelübd gehalren/als Damrrrrew vndglau
den so! gehalten werden/als wrr sag§/ Er
hat mirs mit der Hand vnd mrmde gesagt/
das rst/er hat mir fernen glauben vnd tr^-
wezupfandt gefttzet. Cornelius Tacims/
wie oroben gesa gt/schreibt das den Teudt
scheu zum rhum zn/das solche crbarkeicvn
einfalt mehr gölten hab bey Den altenTevt
schen / Dann be^den Römern geschriebrie
Rcchr.kjlu es isterbarlrch vn freuntlichM
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