Agricola, Johannes
Sibenhundert vnd Fuenfftzig Deut=scher Spruechwoertter: Mit viel schoenen lustigen vnd nutzlichen Historien vnd Exemplen erklae=ret vnd außgelegt. — [S.l.], 1558 [VD16 A 967]

Page: 207v
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Außlegung Gemeiner
feind/fo sagt man/Grerfferzu /eh euchdie
Hände gebunden werden / dann hemacher
wan sie gebunden fein/rst jnedas grerffen
Verborten. Vas zugrerffen mag zweierlei
weise verstanden werden. Erstlrch/dssde
nen die zuuiel greiffen/vnd and teuren das
jre dieblrch entfremden/drebände auffden
rucken gebunden r^den/auffdas sie mm
mcr Zugreiffen sollen. Zum andein/grerff
zu/arbeir/sey nicht faul/sonst wirst» han-
gen mkssen/vn dich brnde lassen/ das es al
so viel sey/Erwehredich mir der arbeit vor
dem galgen. Gan biedere^ kompt gcnmn
lrch daher/das die diener vnrrewbch arbei
reu/oder gar nichts arberten/ sonder sich
Mit faulen guten ragen ernehren wöilen.
Hencke weg/eh das Holtz vergeht.
Wo das Recht vnter die Sachsen vnd
Westphalen von dem heimlichen hencken
herkomen sey/also das einer den andern on
schaden seiner cbren an einen bäum Hencke
mag/Guch rmGprüchworr/Er istgewrsi
sen/dan wen man wirdigachrerdes rod»/
von dem sage man/ Aencke weg/ ehe das
Holtz vergcht/das ist/bencke weg/diewm
man bäume har vnd Holtz/ daran man den
(ke mag. Man sagt es aber vö bösen vnge
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