Agricola, Johannes
Sibenhundert vnd Fuenfftzig Deut=scher Spruechwoertter: Mit viel schoenen lustigen vnd nutzlichen Historien vnd Exemplen erklae=ret vnd außgelegt. — [S.l.], 1558 [VD16 A 967]

Page: 339r
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LeudtfcherSplüchtvörtM zz-
hert.Ein kind fol also erzogen werden/ daß
es hem oder morgen könne mir andern lev- /
ten vmbgehn/gms vn böses/wiees sich be
gibt/mit den lcurenleiden. Vo nuein kmd
rst./dz daheMen erzogen rst/dzwrrr bei den
leurcn sein wie em rindr/Es wrre meinen/
man sol eshalren/wiees sein mürrer gchal
ten har/in essen vn trincken/vn seiner war
rung/ws es nitgeschicht/so wrrrs murrö/
vnd mrt den leuren nie mögen vmbgehen»
Senn cs hatern verwenrmaul/dasnit al
lerley rsser vnd trincker.Also heyßtnunein
Verwcntmaul/dermensch/welchcrnugusr
te sch!cckdrß!in sncht/vnd dem nichts gefel
ler/deü was wolzägenchretist / vnd kan es
sen vnd reincken bald tadeln/ wo es nicht
schmackhafftig rst. Frerdanck sagt.
Ein jeglich kmd sich darnach sehnet/
Darnach die murrer es har gewenee^
Em verzogen kind.
Ein verzogen krnd ist/dem man seins Wil
lens pflegr.Giewell aber dre jugöt närrisch
tst/vnd kan sich selbs nicht regiern/so muß
sie verderben/wo sie in jhrem rygen willen
aufferzogen wirr/denn wenn dre kmder er
wachsen werden/vn haben kein forcht vor
den Ätemoder vorGst/denrisie flnd nicht
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