Archiv für die Geschichte der Stadt Heidelberg: eine Vierteljahresschr — 1.1868

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Soldaten bishero von den Unterthanen auch etwas genossen, vor die
erste 10 Tag, als vom 10.—20. Januar: inehr nicht als 33 Reichs-
thaler zu haben erbotten, und inskünftig allein bei ermelter Löh-
nung der 124 Reichsthaler verbleiben, auch allerdings gute diseiplin
halten wollen. LiZuaturu Heidelberg, 30. Januari 1634.
Johann Zapfenberg, Capitain. och
Hans Tauring, Kriegsconnnissür.
6. Summarischer Außzug derjenigen Munition, Kraut und
Loth, so dießmal bei dem Chursürstlichen Zeughaus^) allhie in
Heidelberg bei Händen:
üe. An grobem Geschütz von Metall:
ein 16pfündig Stück, zwei Opsündig Stück, zwei 3pfündig
und drei 2pfündig Stück; 21 Stück Falkonetlein ^), klein
und groß, so 1^/4 und Eisen regieren^); 4 Stück
Feuermörser.
L. An eisernen Stücken:
8 Kammerstück.
0. An eisern Kugeln:
442 Granaten von 80 Pfd.; 189 von 30 Psd.; 74 von
24 Pfd.; 370 sechszehnpfündige Kugeln, 130 Opfündige,
440 3psündige, 236 2pfündige Kugeln.
v. An Musqueten-Kugeln:
16 Centner ungefähr, 20 Centner Klotzblei.
L. An Pulver:
Auf der Mühle und im Zeughaus 120 Zentner.

b") Aus einem Schreiben von: 11. Februar 1634 aus Mannheim ist zu er-
sehen, daß Zapfenberg, der jetzt in Mannheim kommandirte, ein großer Leute-
plager war. Er besetzte dort die Zollstätte mit seinen Soldaten, ließ von den
Schissen eigenmächtig Zölle erheben und prügelte den Zollbeamten Georg Chussel,
der sich dann bei dem schwedischen Residenten Camerarius beklagte.
°0 Das Zeughaus ist das lange, hohe Gebäude auf dem Schloß, welches
sich, von der Schloßaltane aus gesehen, rechts an den Friedrichsbau unmittelbar
anschließt und sich den Berg hinabzicht.
Große Böller. welche und 'ftpfüudige eiserne Kugeln schießen.
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