Archiv für die Geschichte der Stadt Heidelberg: eine Vierteljahresschr — 1.1868

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unseren Schulthaißen zu Haidelberg, die Bürgermeister mit den stat-
knechten und schanvechtern, also das allemal uff der gaffen unser
schultheis ein Bürgermeister oder einer des raths mit den stat-
knechten und scharivechtern sein sollen und man sie beduncken wil
Jemaudt mehr not sein, so sollen unser knecht die uff ein saut war-
ten, auch zu zeptten zu in gefordert werden, ob sie anheimisch sein
bedorffen sie darzu Jenrandts mehe die mögen sie auß den Burgern
uemen, das sollichs dester statischer gestrafft und gehandthapt werden
möge, die wir als der Fürste auch surbaffer getreulich handhaben
und dem rucken halten wollen wider meniglich.
Item über diese ordnuug, sollent Schulthais Bürgermeister
knecht und ander, den wir das als obstet bevelhen werden, globen
und schweru die ordnung getreulich zu halten und zu handthaben
nach allem vermögen, und sich darin keins Unwillens oder Mutwillens
aigener sacheu gen: uimuandt bewegen lassen, in kein wege und ob
sich Jcht knecht in diesen dingen partheilich anderst halten wolte dan
ine uwl gepurt, die zu entsetzen und zu straffen und in diesen: allem
kain miet schenck oder kain ander gab ansehen, auch kein sonder
Person es sey Edell oder unedell, gaistlich oder weltlich studenten
Hoffgesinde burger oder ander Burgerskinde knecht oder gesinde, an-
ders dan wie dise ordenung inehell.
Und des zu Urkunde haben wir unser Jngesiegell an diesen
brieff thun hencken, datun: Haidelberg uff sontag Sant Lucien des
heiligen Junckfrnwen tage ^nno äüiniui miHtz8ivao ^uuärinAentssiino
86XUZ68iniO 86xt0.
Abschrift dieser Urkunde findet sich im Generallandesarchiv zu Karlsruhe
in dem Aktenfascikel: „Der Stadt Heidelberg krivUsKia 11. conürmu1iov63.
1368-1613. (316.)

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