Archiv für die Geschichte der Stadt Heidelberg: eine Vierteljahresschr — 1.1868

Seite: 223
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Item der eyner Veldgefengknuß meynepdig und trewloß würd
oder worden ist, und sein handgelübt nit gehalten hat.
Item der sein eygen Briest und Siegel mutwilligklich verachtet
und nit gehalten hat.
Welcher eyn Veldflucht gethan hatt, darumb er nit zu eren oder
antwurten darff oder wil kommen.
Welcher Frawen oder Junckframen, ir eer mit Worten oder
wercken benommen hat, und sich des berümpt oder solichs mit ge-
malt thut.
Alle offen Wucherer und fürkauffer.
Item alle die sich in irem standt des Adels, mit straßenrauben,
mörderei, und ander boßhept verhandelt haben, also das sie solichs
mit eren nit verantwurten oder darumb fürkommen mögen oder
dürsten, an was stücken eyn jegklicher schuld hat, darnach mag man
eynem sein straff zu legen.
Alle die freuentlich Kirchenbrecher oder Zerstörer der Kirche und
Gotzheuser sind, auch der Kirchen das ir unbillich Vorhalten.
Alle die wissentlich verkerer des Heyligen Christenlichen glaubens
seind, und ketzerei treiben, brauchen oder fürnemen.
Auch alle berümpt und offenbar Ehbrecher und die offenbar an
der unee sitzen.
Alle die, so femandt das sein nemen, oder beschedigung zu-
schieben, unbillich oder an vhede nidergeworffen oder eyn gefangen
hetten.
Alle die sich unerlich beweiben, auch auß dem Adel greifen.
Auch alle die von iren Ellern zum Thurnir geritten seindt und
von inen nit besucht, sonder nider gelegt worden, und doch nun
suchen wollen, ob die getheylt würden, möchten sie dannoch nichts
desto minder gestrafft werden.
Alle die, so nit in der Ehe geborn seindt, sol man nit theilen
noch zulassen.
Alle die vom Adel Kauffschleg oder Hendel treiben, als ander
gemeyn Kaufleut (die nit vom Adel seind) thun und fürnemen.
Auch ist fürbaß geordnet,
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