Albini, Franz Josef von ; Metternich, Matthias [Adr.]
Etwas über die mainzische Konstitution in einem Sendschreiben des Doktor Gottlob Teutsch an den Verfasser des mainzischen Bürgerfreundes — Leipzig, 1792 [VD18 14255561]

Seite: 6
Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/albini1792/0010
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
6

es bisher war? Antworten Sie mir, Herr Dok-
tor; oder können Sie mir auf diese Fragen jezt noch
nicht antworten, so gestehen Sie mir: Ihre Pla-
ne sind noch nichts, als schöne Ideale aus der be-
sten Welt, mentis Ar2tiüimu8 erröt. Nun wei-
ter: Warum wollen Sie der Stadt und dem Lande
Mainz eine neue Konstitution geben? Gewiß aus
keiner andern Ursache, als weil Sie den mainzi-
schen Staat bei seiner jetzigen Konstitution unglück-
lich wähnen. Ist dieses aber wohl bewiesen? Ver-
zeihen Sie mir, wenn ich mich unterstehe zu glau-
ben, daß Sie die mainzische Staatsverfassung nicht
kennen, oder wenigstens nicht so kennen wie man
Staaten kennen muß, wenn man es wagen will, sie
zu reformiren. Wir wollen zuerst von der Stadt
Mainz, und daun vom Lande sprechen. Die Stadt
Mainz war bisher eine der glücklichsten Städte, dis
ich weit und breit angetroffen habe. Der Wohl-
stand dieser Stadt und ihrer Bürger lachte mir noch
vor einem halben Jahre entgegen, als ich dahin
kam, um mich ihrer göttlichen Lage zu freuen. Sie
wissen wohl nicht, lieber Herr Doktor, daß diese
ganze Stadt bei ihrer herrlichen Nahrung das gan-
ze Jahr mehr nicht, als eine feste Summe von vier-
tausend Gulden kontt'ibuirt. Und nun das Land:
Es
loading ...