Alembert, Jean Le Rond d' ; Weissegger von Weissenegg, Johann Maria [Übers.]
Des Herrn von Alemberts Anfangsgründe der Philosophie (Band 1) — Wien, 1787

Seite: 41
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nauen Definitionen geschöpfet werden. Man
maß also bei den Anfangsgründen der Philoso-
phie die größte Sorge auf die Definitionen ver-
wenden; da dies aber nur darauf ankömmt, daß
man die in jedem Begriffe, (Motion) liegenden,
einfachen Ideen auseinander zu fetzen wiße/ so
ist es nöthig, wenn man Definitionen machen
lernen will, daß man sogleich die zusammenge-
setzten Ideen von denen, die es nicht find , zu
unterscheiden wisse.
Eigentlich zu reden giebt es keine unsrer
Ideen, die nicht einfach wäre; denn so zusam-
mengesetzt auch ein Objekt sein mag, so ist doch
die Operation, durch die wir es begreifen, nur
eine einzige; wir begreifen nur durch eine ein-
fache Operation , daß ein Körper eine Substanz
sei, die zugleich ausgedehnt, undurchdringlich,
gestaltet, und gefärbt ist. Man muß demnach
nicht aus der Natur des Geistes, auf die Ein,
fachheit der Ideen schliessen; die Simplicitat
desObjekcs ist es , welche darüber den Ausspruch
macht; und diese Simplicitat wird nicht durch
die kleine Anzahl der Theile des Objekts deter-
minirt, sondern durch die Eigenschaften, wel-
che man dabei betrachtet. Demnach, obgleich
der Rcmm aus Theilen zusammengesetzte, und
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