Alembert, Jean Le Rond d' ; Weissegger von Weissenegg, Johann Maria [Übers.]
Des Herrn von Alemberts Anfangsgründe der Philosophie (Band 1) — Wien, 1787

Seite: 171
Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/alembert1787bd1/0175
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile

I?l

Sprache deutlich auszudrücken. Bei dieser Ge-
legenheit kann man auch die so oft aufgetisckre
Frage (welche aber vielleicht noch stars aufzulö-
sen bleibt) prüfen: ob es in gewissen Sprachen
eine eigentlich sogenannte Inversion aiebt,
und worinn diese Inversion besteht? Es kann
nur in dem Falle eine eigentlich sogenannte In-
version darinn Platz greifen, wenn die Ordnung der
Wörter einer Proposition von der Ordnung der
Ideen abweicht, die durch diese Wörter ausge-
drückt werden. Die Frage, auf die es bei der
Inversion ankömmc, ist dann, daß man wisse,
nach welcher Ordnung sich die Joeen, welche
in einer Proposicion enthalten sind, dem Geiste
desjenigen darstellen, der sie ausspricht. Oder,
wenn es sehr schwer ist, um nicht ein mehreres
zu sagen, diese Ordnung aus Ursache unsrer
schnellen Jdeenfolge festzusetzen, und zu bestim-
men ; wenn es auch selbst mehr als wahrschein-
lich ist, wie man es schon bemerkt hat, daß
unser Geist oft mehrere Ideen auf einmal ha-
be; wenn die Anzahl dieser Ideen, die uns zu
gleicher Zeit dargestellet werden können, kleiner,
oder grösser wird, je nachdem der Grad der
Aufmerksamkeit, und die Beschaffenheit der
Geister ist; das Mittel faßliche, und allgemei-
ne Regeln von der natürlichen Jdeenordnung,
und
loading ...