Alembert, Jean Le Rond d' ; Weissegger von Weissenegg, Johann Maria [Übers.]
Des Herrn von Alemberts Anfangsgründe der Philosophie (Band 1) — Wien, 1787

Seite: 175
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gleich die Mechanick, und die Geometrie in un-
fern Verstand einiges Dunkel über Sätze zurück,
liessen, die doch sonst demonstrirt sind. DaS
Obscckt dieser beiden Wissenschaften ist materiell
und sinnlich, und die vollkommne Kenntniß die-
ses Objeckrs hangt von sener der Körper, und
der Ausdehnung ab, derer Natur wir nicht ken-
nen. Allein die Prinzipien der Algeber beruben
auf bloß intellecktuellen Nationen, auf Ideen,
die wir uns selbst durch die Abstracktion machen,
indem wir ursprüngliche Ideen simplifistren, und
generalistren; diese Prinzipien enthalten daun
eigentlich nur das, was wir hineingelegt haben,
und was in unfern Perceptioncn das einfachste
ist; sie sind gewissermassen unser Werk ; wie
können sie also in Betracht der Evidenz noch et-
was vermissen lassen?
Mann kann glauben, das diese Prinzipien
in dem Kopfe ihrer Erfinder alle die Nettigkeit
hatten, derer sie fähig sind; allein lebhaft durch,
drungen, und voll von dem, was sie einsahen,
suchten diese grossen Genies das einfachste, und
kürzeste Mittel ihre Ideen zu erklären; dem zm-
folge erdachten sie Regeln des Kalküls, welche das
Resultat, und der Inhalt einer grossen Menge
von Combinationen sind; und in dieses Resul,
tat,
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