Alembert, Jean Le Rond d' ; Weissegger von Weissenegg, Johann Maria [Übers.]
Des Herrn von Alemberts Anfangsgründe der Philosophie (Band 1) — Wien, 1787

Seite: 181
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men um zu festgesetzten , und bestimmten Wahr-
heiten zu gelungen/ von welchen man sodann eine
mehr oder minder genaue Anwendung auf die
phystschen hinierr, und Flachen machen kann.
Durch diese Bemerkungen wird man hin-
länglich zwcen Arten von Tadlern der Geometrie
antworten können; die einen, nämlich die Skepti-
ckcr beschuldigen die mathematischen Theoreme
einer Falschheit, weil sie gleichsam etwas vor-
aussetzrcn, so nicht vorhanden ist. Die andern,
nämlich die in der Mathematick unwissenden Phy-
sicker halren dafür die geometrischen Wahrheiten
waren gleichsam auf wilikührliche Hypothesen ge-
gründet, und seien blosse Spiele des Geistes,
die nicht anzuwenden sind. Der Gebrauch, den
man alltäglich von der spekulativen Geometrie
zur Auflösung der Fragen in der praktischen Geo-
metrie machet, kann beide Gegner zum Schwei-
gen bringen. Die einzige Art die Anfangsgründe
einer genauen , und strenger, Wissenschaft gut zu
behandeln, ist unstreitig die, wenn man alle
mögliche Genauigkeit, und Strenge hineinbringr.
Dieser Grund veranlaßt in uns demnach den Zwei-
fel , ob man bei den geometrischen Anfangsgrün-
den die Methode der Erfinder schlechterdings bei-
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